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Dungeon Lords - Kampfansage an Gothic und co. PDF Drucken
Geschrieben von Administrator   
13.10.2005
Die Geschichte zu Dungeon Lords, dem neuen Offline-Rollenspiel von Altmeister" D.W. Bradley im Stil von Morrowind und Gothic beginnt mit dem hinterhältigen Mord an dem Zauberer Galdryn. Lord Barrowgrim, ein bösartiger Zwergenherrscher, beschließt darauf, den Verbündeten Galdryns, Lord Davenmor, anzugreifen.

Dieser erkennt seine hoffungslose Lage und erklärt sich bereit, Lord Barrowgrim seine Tochter Ellowyn zur Frau geben, um sein Königreich zu retten. Diese findet das allerdings gar nicht gut und flieht... Hier kommt der einsame Held ins Spiel, mit dem in Dungeon Lords natürlich gespielt wird.
Als Spieler hat man zu Beginn die Wahl, welche der 7 Rassen man spielen will: Neben den klassischen Menschen, Elfen und Zwergen gibt es in Dungeon Lords auch noch die Demigoten, eine Zusammensetzung aus vier verschiedenen Rassen, die alle unterschiedliche Stärken haben. Ein Wylvan zum Beispiel, ein wolfsähnliches Geschöpf, eignet sich vor allem als Dieb sehr gut, während ein Urgoth, ein Org-Verschnitt, vor allem als Nahkämpfer zu gebrauchen ist.

Das Gameplay
Die Kämpfe in Dungeon Lords sind ein Hauptbestandteil und sind entsprechend schön anzuschauen. Der Held hat verschiedene Schlagkombinationen drauf und die Kämpfe spielen sich wie in einem Action-Spiel. Leider ist die gewöhnungsbedürftige Steuerung nicht jedermanns Sache, doch immerhin darf der Spieler die Anzahl der generierten Zufallskämpfe selbst bestimmen, auch wenn diese nicht immer logisch sind. Da passiert es schon mal, dass aus einer leeren Ecke plötzlich ein Rudel Goblins auftaucht und dem Spieler in den Rücken fällt.
Der Schwierigkeitsgrad ist vor allem zu Beginn recht hoch, da schon im ersten Dungeon ein Kriegstroll auf den Spieler wartet. Glücklicherweise haben sich die Entwickler hier etwas schönes einfallen lassen. Denn sollte ihr Held einmal sterben, kann er samt Ausrüstung genau an derselben Stelle wiedergeboren werden und den einmal begonnen Kampf gleich fortsetzen. Dies kostet dann nur ein paar Erfahrungspunkte.


Die Problemzonen
Das Spiel wollte vieles besser machen als die anderen großen Rollenspiele, doch leider sorgen vor allem die zahlreichen Bugs für Ärger.
Das größte Ärgernis ist jedoch das schlechte Questbook, das die einzelnen Aufträge zwar kurz aufführt, aber der Weg zum jeweiligen Ziel nicht angibt. Der Spieler ist also auf Bleistift und Papier angewiesen, um alle wichtigen Informationen selbst festzuhalten.
Zudem fehlt in der Verkaufsversion eine Automap, die jedoch in einem Patch nachgeliefert wurde.

Atmosphäre
Die deutsche Version wartet mit einigen Extras gegenüber der englischen Version auf. Um die Atmosphäre zu steigern haben die Entwickler der deutschen Version eine komplette Vertonung spendiert, die der ansonsten nicht ganz so tiefen Atmosphäre doch ein großes Plus verleiht.
Schön ist auch zu sehen, dass sich die Entwickler viel Mühe bei den zahlreichen Gegnertypen gegeben haben. Dazu kommt, dass man seine gewonnene Erfahrung direkt in Fertigkeiten investieren darf. Auch die große begehbare Landschaft beeindruckt.
Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen bietet Dungeon Lords dem Spieler auch die Möglichkeit, zusammen mit anderen Spielern die große Welt zu erforschen.
Vor allem am Anfang werden jedoch viele Spieler Probleme mit dem etwas unglücklich aufgebauten Menü bekommen, denn eine Veränderung der Steuerung nach Start eines Spiels ist nur dann möglich, wenn man selbiges wieder beendet und nach der Veränderung wieder neu startet.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dungeon Lords ein ordentliches Rollenspiel ist, jedoch an die Platzhirsche des Genres nicht heranreicht, da es zu viele Fehler mit sich bringt. Für alle, die sich nicht so stark an unlogischen Tücken und einem schlechten Questbook stören, ist dieses Spiel trotzdem eine Überlegung wert, da man doch länger in der Welt von Dungeon Lords verharren kann und die Kämpfe letztendlich einen riesigen Spaß machen.

Pro und Contra
+ große Welt
+ viele Gegnertypen
+ Wiederbelebung
+ Vertonung der dt. Version
- umständliches Menü
- keine Karte (Automap)
- mangelhaftes Questbook
- viele Fehler

Prozente - die Einzelwertungen
Spielspaß: 74%
Multiplayer: 72%
Steuerung: 69%
Grafik: 75%
Vertonung: 80%
Gesamteindruck: 74%

Daniel Müller für COMPzeit

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Letzte Aktualisierung ( 28.01.2006 )

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