Umfang des Nero-Pakets
Nero 7 ist in erster Linie natürlich, genau wie die sechs Vorgänger, ein Kopier- und Erstellprogramm für CDs und DVDs. Mittlerweile haben jedoch immer mehr Tools für die verschiedensten Anwendungen Einfuhr in das Programm erhalten.
Neben den altbewährten Programmen wie z.B. der „Nero-Cover-Editor“ oder „Wave-Editor“ ist eine ganze Reihe neuer Schlachtschiffe in Neros Flotte integriert worden. So zum Beispiel „Nero-Media-Home“, welches über sämtliche Medien des Computers, wie z.B. Musik, Bilder oder Videos, eine klare Übersicht gibt. Auch der „Nero-ShowTime“-Player, welcher anfangs noch arge Schwächen beim abspielen einiger Musik-, und Filmformate aufwies, liefert nun, aufgrund von einigen technischen Neuerungen, eine gelungene Alternative zu „Windows Media Player“, „Winamp“ und Co. Des Weiteren gehört nun „Nero-Vision“ zum Umfang des Programms, welches Filmbearbeitung und Menü-Navigation für eigene Filme ermöglicht. Ähnlich wie die ersten Versionen von „Nero-Show-Time“ ist jedoch auch dieses Tool noch kein Ersatz zu Marktführenden Produkten sondern eher etwas für die „Wenn-nichts-Anderes-da-ist“-Situationen.
Übersicht und Struktur Natürlich gibt es neben dem Hauptprogramm „Nero Burning Rom“ auch noch die abgespeckte Version „Nero Express“, welche zwar lange nicht die Funktionen seines großen Bruders aufweist, allerdings seinen Namen alle Ehre macht. Die übersichtlich angeordneten Funktionen sind, wie schon im Vorgänger, in Kategorien wie z. B. „Musik-CD“ „Daten-CD“ usw. gestaffelt und bieten, anders als beim Vorgänger, eine ganze Reihe neuer Funktionen an. Das eigentliche „Burning Rom“ hingegen weist zwar wieder einmal einige weitere Optionen für fortgeschrittene Anwender auf, bleibt dabei allerdings weiterhin ein sehr übersichtliches und ordentlich angeordnetes Programm. Auch das frische Design der Schaltflächen im Programm tragen zur Anwenderfreundlichkeit von Nero bei.
Speicherplatzbedarf Ein Manko, welches allerdings nicht leicht zu vermeiden ist, besteht in dem hohen Speicherplatz, die Nero 7 auf der Festplatte belegt. Das Programm frisst mit all seinem Zubehör und den Plug-Ins mindestens einen Gigabyte Speicher und ist somit fast doppelt so groß wie sein Vorgänger. Zwar verfügen die meisten PCs heutzutage schon über Festplatten mit weit mehr als hundert Gigabyte, jedoch erwartet man von einer Software wie Nero eigentlich, dass sie kompakt und Platz sparend ist.
FazitNero 7 bietet altbewährte Programme und interessante Neuerungen, welche meist jedoch noch etwas unausgereift wirken und denen ein paar weitere Wochen Bearbeitungszeit sicher gut getan hätte. Die Hauptfunktion geht zwar in den ganzen Features etwas unter, behält aber jegliche Funktionalität und Übersicht. Einziger Nachteil, zumindest für Anwender mit älteren PCs, ist der große Platzbedarf den Nero 7 fordert. Alles in allem ist Nero 7 jedoch ein empfehlenswertes Glied in der scheinbar nicht enden wollenden Nero-Kette.
Pro und Contra+ übersichtlich
+ anfängerfreundlich durch Nero-Express
+ sehr umfangreich
- stellt (für ein Brennprogramm) hohe Anforderungen an die Festplatte
Benjamin Seym
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