spacer
spacer
Hauptmenü
Home
Rubriken
Newsletter
Redaktion
Über uns
Mitarbeiten
Kontakt
Wer ist online?
23 Gäste online
 
Home arrow Rubriken arrow Aktuelles arrow CeBIT 2006: VoIP-Lösungen

CeBIT 2006: VoIP-Lösungen PDF Drucken
Geschrieben von Alexander Merz   
15.04.2006
Spätestens seit Skype wissen wir: Voice-over-IP (VoIP) ist praktisch, aber vor allem: verdammt billig. Bisher war man damit allerdings an den Computer im Internet und natürlich das obligatorische Headset "gefesselt".
In diesem Bericht: Wie kommt VoIP ins Wohnzimmer? Und wie macht VoIP auch für große Unternehmen Sinn? Welche Rolle dabei spielen die Mobilfunknetzbetreiber?

Von Siemens kommt eine VoIP-Lösung für den Privatmann, die ganz darauf bedacht ist, die IP-Telefonie ohne Computer zu ermöglichen. Herzstück dessen ist, wie könnte es auch anders sein, ein Schnurlostelefon der Gigaset-Serie. Das Gigaset C450 IP bestehend aus Mobilteil und Basisstation soll besonders einsteigerfreundlich sein.

Ist die Basisstation erst per LAN-Kabel an den DSL-Router angeschlossen, erfolgt die weitere Konfiguration allein über das Mobilteil. Unterstützt werden Anbieter, die das SIP-Protololl (Session Initiation Protocol) nutzen (z.B. 1&1, sipgate, ...).
Das auf einem P2P-System basierende Skype bleibt also außen vor und wer die Internettelefonie etwa von 1&1 nutzt, weiß, dass an die mitgelieferte Hardware ganz einfach die herkömmlichen Analog- oder ISDN-Telefone angeschlossen werden können.
Das Interessante an der Gigaset-Lösung von Siemens ist aber, dass keine Bindung an einen bestimmten SIP-Anbieter besteht. Hinzu kommt, dass das C450 IP ebenfalls herkömmliche Festnetz-Telefonie beherrscht. Mit diesem "Hybridmodell" kann zwischen VoIP oder Festnetz vor einem Anruf ganz einfach ausgewählt werden, je nach dem, ob die Abnehmen-Taste kurz oder lange gedrückt wird.
Das C450 IP ist ab März für 99,95 Euro erhältlich und wird mit einem 555 Freiminuten-Gutschein von sipgate angeboten.


Eine ganz andere Lösung ist das 6136 von Nokia. Äußerlich eher unscheinbar besitzt es jedoch eine innovative Funktion: WLAN-Nutzung über UMA-Technik (Unlicensed Mobile Access). Dabei kann das verfügbare WLAN-Netz ausschließlich zum VoIP-Telefonieren verwendet werden. UMA basiert auf SIP und ist besonders für große Firmen interessant. Das vorhandene VoIP-Telefonsystem wird in Verbindung mit WLAN-Datennetzwerk zum firmeneigenen Mobilfunknetz. Die Mitarbeiter können dann mit dem Handy ebenfalls auf Netzwerkressourcen zugreifen - oder eben mobil telefonieren.


VoIP macht auch dann Sinn, wenn das Unternehmen international operiert. Die Kommunikation zwischen den Zweigstellen in verschiedenen Ländern oder gar Kontinenten ist über VoIP dann besonders kostengünstig.
Nur auf Mobilfunk basierende Szenarien sind häufig neben den hohen Kosten auch aus einem anderen Grund nicht umsetzbar: Die Netzabdeckung innerhalb von großen Gebäuden, besonders in den USA, ist meist nur mangelhaft. UMA dient dann also auch als Verlängerungsarm des Mobilfunknetzes. Die Bereitstellung des UMA-Dienstes soll aber nach Nokias Plänen nicht von den Unternehmen in Eigenregie erfolgen, sondern durch einen Netzbetreiber. Dies macht im Falle eines "Routings" zwischen dem GSM- und UMA-Netz Sinn: Ein Nahtloses "Hand-Over" beim Austreten aus dem WLAN und die Einwahl in ein Mobilfunknetz ist nur möglich, wenn für beide Netze dieselbe Abrechnungsmöglichkeit - über den Netzbetreiber - zu Verfügung steht. Darüber hinaus ist bei Netzbetreiberhoheit über das Firmen-UMA sichergestellt, dass der Mitarbeiter auch innerhalb des WLAN-Netzes mit seiner normalen Mobilfunknummer erreichbar ist.
Möglich ist auch, den UMA-Dienst auf alle öffentlichen Hotspots auszuweiten. Dies würde den mobilen VoIP-Service dann auch für Privatkunden interessant machen.
Bisweilen steht Nokia mit seinen UMA-Plänen relativ allein da - in einer Pressemitteilung heißt es hoffnungsvoll: "Nokia sieht in IP-Konvergenz und VoIP-Lösungen einen starken Branchentrend, der sich mittel- bis langfristig auf den Kommunikationsmarkt auswirken wird."
Das Nokia 6136 dient dem finnischen Handyhersteller ersteinmal nur zu Demonstrationszwecken, dies allerdings recht kurzfristig: Ab dem 2. Quartal für ca. 275 Euro.

Bilder: Siemens, Nokia

Kommentare

Nur registrierte User können Kommentare schreiben.
Bitte einloggen oder registrieren.

Powered by AkoComment 2.0!

Letzte Aktualisierung ( 18.04.2006 )

< Zurück   Weiter >
spacer
Suche
Advertisement
die letzten News
Verwandte News

  Redaktionsstatut | Impressum
Copyright 2001 - 2009 COMPzeit
Alle Rechte vorbehalten.
spacer