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Mittlerweile geht die beliebte Film-Bearbeitungs-Software „Pinnacle Studio“ in die Version 10.5. Mit immer mehr Effekten und einer immer weiteren Bandbreite an neuen Features kann die neueste Version des Schnitt-Programms auch dieses Mal aufwarten.
Oberfläche Die Bedienoberfläche ist klar strukturiert und überschaubar. Trotz der vielen Buttons und Miniaturansichten schafft es das Programm, den Benutzer nicht mit ewigen Suchspielchen zu langweilen. Für die einzelnen Schritte der Filmerstellung (Aufnehmen, Bearbeiten, auf Disc brennen) stellt das Programm unterschiedliche Benutzeroberflächen bereit. Während man sich im „Bearbeiten“-Bildschirm befindet stehen einem wiederum verschiedene Ansichten zur Verfügung: Zum einen die reine Szenenabfolge, die dazu dient, Übergänge oder neue Szenen einzusetzen oder einfach nur eine Übersicht über die verwendeten Szenen zu bekommen (diese Ansicht empfiehlt sich besonders dann, wenn man Veränderungen am Bild vornehmen möchte). Die zweite Ansicht enthüllt Ton- und Kommentarspuren. Die Miniaturansichten der Szenen werden in dieser Ansicht der ihrer Länge angepasst, sodass man einen Überblick über die gesamte Spieldauer erhält. Die Funktionen Aufnahme Jeder Film, der bearbeitet werden soll, will erst einmal auf dem Computer vorhanden sein. Um einen Film von einem Digital-Camcorder oder einem Videorekorder auf den PC zu überspielen braucht man die „Aufnahme-Funktion“. In diesem Menü findet man zuerst einmal allgemeine Einstellungen wie etwa Qualität der Aufnahme, Speicherort, Quellmedium etc. Darüber hinaus gibt es sämtliche Steuerelemente, welche an einem handelsüblichen Digitalcamcorder vorhanden sind, auch auf dem Bildschirm, sodass es möglich ist, via Mausklick (und IEEE 1394-Verbindung) das Band im Camcorder vor- oder zurückzuspulen, zu pausieren usw. Die Aufnahme dauert dann genauso lange wie das Abspielen des Films. Während des Aufnehmens teilt Pinnacle den Film bereits in Szenen ein, sodass man sich diesen Schritt bei der Bearbeitung sparen kann. Bearbeitung Ist der Film einmal in digitaler Form auf dem PC vorhanden hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt das Programm ein „SmartMovie“ erstellen (Übergänge, Effekte etc. werden automatisch und stimmungsvoll gesetzt), oder man bearbeitet den Film selber. Bei der Bearbeitung stehen dem Benutzer quasi unendliche Möglichkeiten zur Verfügung. Zuerst werden die Szenen, die im endgültigen Film auch auftauchen sollen per Drag’n’Drop auf das Storyboard gesetzt. Somit werden unerwünschte oder ungelungene Szenen schon mal herausgefiltert. Wenn man den Film nun beisammen hat, kann man damin anfangen, Übergänge zu setzen. Dies geschieht ebenfalls per Drag’n’Drop. Auch hier erstreckt sich die Auswahl von einfachsten 2D-Animationen bis hin zu themenspezifischen, farbigen 3D-Übergängen. Leider sind die meisten Übergänge nicht im Grundpaket von Pinnacle enthalten, sodass diese für stolze 50-60 Euro (pro Paket) dazugekauft werden müssen. Sobald auch die Übergänge gesetzt sind, können auch noch raffiniertere Effekte eingesetzt werden. Zum Beispiel gibt es eine ganze Reihe Filter, welche das Bild in Schwarz-Weiß oder Sepia darstellen. Neben den „bekannten“ Filtern gibt es aber auch ausgefallenere wie etwa „alter Film“; ein Filter, der das Bild aussehen lässt als wäre es von einer Filmrolle abgespielt (mit Kratzern und Fusseln auf dem Bild). Auch Zeitlupen oder Zeitraffer lassen sich problemslos einstellen. Auch hier gilt wieder das bewährte Drag’n’Drop-Prinzip. Das Besondere bei den Effekten ist außerdem, dass sich jeder Effekt anpassen und verändern lässt. Die Geschwindigkeit der Zeitlupe kann individuell eingestellt werden oder die „Bildfehler“ des „alten Films“ können verringert oder vermehrt werden (je nachdem, wie antik der Film aussehen soll). Um besondere Stimmung hervorzurufen kann man zusätzlich zu den einzelnen Szenen auch noch Titel einfügen. Bei diesen Titeln handelt es sich um Schriften, die sich entweder auf stillen Bildern oder aber direkt in den Film einfügen lassen. So lassen sich Beispielsweise Namen der Darsteller, Filmtitel o.ä. einblenden. Wenn dies alles geschehen ist, gehört natürlich auch Musik zu Untermalung in den Film. Hierfür haben die Entwickler extra eine Ansicht vorbereitet, in der man sehr übersichtlich Musik, Kommentare, Soundeffekte usw. einfügen kann. Einzige Vorraussetzung für die Einbeziehung von Musikstücken ist, dass sie als MP3 oder als WAVE-Datei vorhanden sein müssen. Natürlich werden auch hier eine Reihe Beispiellieder zur Verfügung gestellt; genauso wie stimmungsvolle Beispiel-Soundeffekte (Lachen, Applaus, Würgen, etc.). Des Weiteren können auch Bluescreen-Aufnahmen verarbeitet werden, sodass sich ein beliebiger Hintergrund einfügen lässt (Dies ist allerdings etwas schwieriger und sollte von Anfängern gemieden werden). Wenn der Film nun mit sämtlichen Effekten, musischen Untermalungen und Titeln versehen ist bietet es sich zusätzlich an, ein Menu zu erstellen, welches dem Film den professionellen Touch gibt. Diese Funktion zu nutzen, erfordert zwar etwas Sachverständnis und ist nicht unbedingt einfach, aber am Ende kann man ein Menu erstellt haben, welches dem gekaufter DVDs in nichts nachsteht. Disc erstellen Nachdem der Film bearbeitet wurde muss er nur noch auf eine CD, oder besser noch eine DVD gebrannt werden. Dies geschieht im „Disc erstellen“-Modus und ist ebenso einfach wie die vorangegangenen Schritte: Einfach eine leere DVD einlegen, Qualität des Films bestätigen und umwandeln (dies kann je nach Länge des Films einige Zeit dauern). Anschließend wird der Film auf CD/DVD gebrannt. Fertig. Anforderungen Genau wie seine Vorgänger stellt auch Pinnacle Studio 10.5 Plus Titanium hohe Anforderungen an den Computer. Ein Prozessor mit mindestens 2,6 GHz, 1048 MB RAM und 128 MB RAM Grafikkartenspeicher sind Pflicht um das Programm ordnungsgemäß benutzen zu können. Etwas utopisch erscheinen jedoch die Anforderungen an die Festplatte: eine eigene Partition mit 30-40GB wird empfohlen. Pinnacle geht bei dem Aufzeichnen der Filme nicht gerade sparsam mit dem Festplattenspeicher um. Bei voller DV-Qualität kann ein Film schon mal eine stolze Größe von 25GB erreichen. Fazit Pinnacle Studio 10 Plus Titanium Edition bietet dem Benutzer alles, was man zum erstellen eines stimmungsvollen und professionellen Film à la Hollywood benötigt. Allerdings ist der Anschaffungspreis sehr teuer und auch die vielen Erweiterungen und zusätzlichen Effekte kosten ein kleines Vermögen. Die Möglichkeiten, die man beim Erstellen eines Filmes hat sind dafür aber auch nahezu unbegrenzt und dazu auch noch sehr einsteigerfreundlich aufgemacht. Ansonsten stören nur die langen Ladezeiten beim Starten des Programms und der enorme Verbrauch von Speicher auf der Festplatte. Beim Test auf unserem Testrechner (AMD Athlon XP 3200, 1536 MB DDR RAM, 128 MB DDR RAM Grafikkartenspeicher) mussten wir leider feststellen, dass das Programm häufig abstürzt und erst nach der Installation des 10.6 BETA-Patches einigermaßen stabil lief. Pinnacle Studio 10 Plus Titanium Edition ist sein Geld aber durchaus wert und wärmstens weiterzuempfehlen. Pro und Contra + sehr Einsteigerfreundlich + Übersichtlich strukturiert + nahezu unbegrenzte Möglichkeiten bei der Videobearbeitung - läuft teilweise sehr instabil - verbraucht Unmengen an Speicherplatz
Bilder: Pinnacle Studio 10, Pinnacle |
Verfasst von Gast am 2006-08-14 09:25:50 Diesen Kommentar kann ich nur bestätigen. Auch bei mir gab es Probleme mit dem Aufspielen, sei es, dass der Ton nicht vollständig aufgenommen wurde, sei es das der Pc abstürzt. PC 3200 Athlon 64+, 1536 Mb DDR-Ram. Ansonsten, wenn es das Program mal stabil läuft. ist ein Film, wenn er nicht zu lang ist, Problemlos zu bearbeiten, wie gesagt, wenn es mal läuft. Es besteht noch einiges an Korrekturbedarf, aber man sollte die Hoffnung ja auch nie aufgeben. | Vermisse Übergänge Verfasst von Gast am 2007-11-26 21:07:54 Ich vermisse KOSTENLOSE tandard Übergänge, die in meinen bisherigen Studio 7 8 und 9 kostenfrei enthalten waren! Eine Frechheit - werde das Produkthaftungsgesetz näher durchsuchen, da ich der Meinung war, dass ich eine Schneidesoftware MIT Übergängen erhalte - Frust!!! | ich auch Verfasst von Gast am 2007-12-06 18:15:39 das kann ich nur bestätigen |
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