spacer
spacer
Hauptmenü
Home
Rubriken
Newsletter
Redaktion
Über uns
Mitarbeiten
Kontakt
Wer ist online?
38 Gäste online
 
Home arrow Rubriken arrow PDA und Co. arrow Aus dem Wohnzimmer in die Hand: Fernsehen via Handy

Aus dem Wohnzimmer in die Hand: Fernsehen via Handy PDF Drucken
Geschrieben von Alexander Merz   
24.09.2006
Artikelindex
Allgemeines
Das Mittel zum Zweck
DMB in der Praxis
Fazit
Galerie
Es ist der perfekte Gegentrend zum immer größer und schärfer werdenden Wohnzimmer-Fernsehen. Große Hi-End-Fernseher gibt es jetzt schon zu genüge, aber wie steht es mit den ganz Kleinen?
Da der Mensch ja bekanntlich den Hang zum Superlativ pflegt (besonders bei den sich ständig erneuernden "Technik-Spielzeugen"), sieht die Industrie wohl in "Mini-Fernsehern mit Handyfunktion" (oder umgekehrt: "Fernsehhandys") als kleinstmögliches Fernsehgerät einen vielversprechenden Absatzmarkt.
Das im Sommer gestartete Handy-TV von debitel bietet dem kaufkräftigen Konsumenten gleich eine Hand voll Unübertreffliches: debitel ist der einzige Anbieter des Handy-TV in Deutschland, es gibt bisher nur ein einziges TV-Handy auf dem deutschen Markt, das Ganze ist so klein und so mobil wie sonst nichts vergleichbares und leider auch so unüberzeugend, wie nichts zuvor im Handybereich.

Letzters sollte vielleicht etwas relativiert werden, gab es in besagtem Marktsegment auch schon andere Nutzlosigkeiten wie MMS, UMTS oder Kamerahandys, die das Prädikat "so unüberzeugend wie nichts zuvor" sicherlich auch verdient haben.

Aber nähern wir uns doch erst einmal ganz objektiv der Errungenschaft Handy-TV, die auch unter dem Synonym "watcha" in zwölf deutschen Städten (Berlin, Hamburg, Hannover, Dortmund, Gelsenkirchen, Köln, Frankfurt/Main, Leipzig, Nürnberg, München, Stuttgart und Saarbrücken), den Ballungsräumen so zusagen, verfügbar ist.
Im Gegensatz zu den von Deutschlands Netzbetreibern als "Mobile TV" propagierten Streaming-Videos über das UMTS-Handynetz (vergleichbar mit Internet-Streams), handelt es sich bei watcha um echten Rundfunk, der völlig losgelöst von den bestehenden Handynetzen ausgestrahlt wird. Die verwandte Funkübertragungstechnik DMB ist ähnlich wie DVB-T digital, live, in begrenztem Areal empfangbar und unterscheidet sich von den normalen TV-Signalen in erster Linie durch die Bildgröße des ausgesendeten TV-Streams. Diese ist deutlich kleiner und auf das Display eines Handys als Empfänger angepasst.
Würde man mit dem Handy ein normales DVB-T-Signal empfangen wollen, hätte das Handy das große Bild so stark zu verkleinern, dass dies der Prozessor des Mobiltelefons erst gar nicht bewältigen könnte oder er, wenn doch, dafür viel zu viel Strom beanspruchen würde.

DMB baut auf DAB auf, jener Technik, mit der bisher vergebens versucht wurde, auch das analoge Radiosignal deutschlandweit zu digitalisieren.
Theoretisch bräuchte man zum Empfangen des DMB-Signals also gar kein (spezielles) Handy, es könnte frei empfangbar auch für andere mobile Geräte (MP3-Player, PDA, ...) zur Verfügung stehen. Doch dann wäre der große Kuchen, gebacken von debitel und dem Sendelizenzhalter Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), nur noch halb so lecker.
COMPzeit berichtete bereits zur CeBIT 2006 über das kühne Pioniervorhaben der beiden Firmen, im Alleingang mit dem Fernsehen nur für Handys exklusiv zu starten, noch bevor die Netzbetreiber in Deutschland (in Kooperation) mit ihrem Konkurrenzformat DVB-H aus den Kinderschuhen treten konnten. DVB-H wurde zwar zur Fußball-WM in einigen Städten getestet, Markteinführung wird aber frühstens im nächsten Jahr erwartet.
Doch DVB-H (basierend auf DVB-T) hätte einen entscheidenden Vorteil gegenüber DMB: Es wären mehr als 20 Kanäle ansehbar, DMB kommt in den zwölf deutschen Städten gerade mal auf fünf Kanäle. debitel argumentiert allerdings damit, dass bis zum Marktstart von DVB-H auch die Kapazitäten von DMB aufgestockt, und somit nahezu dieselbe Anzahl an Kanälen erreicht werden können.

Das bisherige Kanalangebot von debitel beschränkt sich derzeit auf nur zwei "echte" TV-Sender, ZDF und N24, die in identischer Form auch im normalen TV ausgestrahlt werden; den um eine Art Slideshow ergänzten Radiosender "bigFM", der nun mit dem Beinamen "2see" verschiedene Senderlogos und Kurzinfos zu den gespielten Songs einblendet; "MTVmusic", ein Musikfernsehsender, der mit dem Ur-MTV nicht mehr viel gemeinsam hat, da bei watcha ausschließlich Video-Clips gezeigt werden, auf redaktionelle Inhalte also komplett verzichtet wird; und zu guter Letzt "EntertainmentTV", einem Verschnitt aus verschiedenen Comedy-Formaten des Senderkonzerns ProSiebenSat.1 (z.B. "Genial daneben", "Kalkofes Mattscheibe" oder "Tramitz and Friends") in einer bunten Rund-um-die-Uhr-Mischung.



Letzte Aktualisierung ( 27.09.2006 )

< Zurück   Weiter >
spacer
Suche
Advertisement
die letzten News
Verwandte News

  Redaktionsstatut | Impressum
Copyright 2001 - 2009 COMPzeit
Alle Rechte vorbehalten.
spacer