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OS X vs. Vista - es wird immer heißer PDF Drucken
Geschrieben von Matthias Rogat   
14.10.2006

In den letzten Wochen wird der Ton zwischen Redmond und Silicon Valley, zwischen den Jungs von Bill Gates und Steve Jobs, immer schärfer. Kein Wunder, geht es doch rasant auf das Weihnachtsgeschäft zu – das beide Seiten verpassen sollen und werden. Nein, nicht mit der XBox oder dem iPod. Sondern viel mehr mit den beiden Aushängeschildern, Windows Vista und Mac OS X 10.5. Bei Microsoft, weil Vista schon viel zu lange in der Entwicklung steckt und lange Zeit nicht aus den Kinderschuhen kam – bei Apple kann man lediglich Dummheit vermuten. Oder sind auch hier noch Fehler im Code der Grund?

Wie dem auch sei, beiden bläst gehörig der Wind ins Gesicht. In unserem Test haben wir mittlerweile eingesehen, dass Vista zwar viele Möglichkeiten bietet und unglaublich schick aussieht, wir legen uns für weitere Tests dann aber wohl doch eher ein neues, stärkeres System zu. 3Ghz und 1024 MB Arbeitsspeicher stellen das hungrige System aus  Redmond leider nicht zufrieden. Was für uns übrigens nicht bedeutet, Vista nicht einzusetzen. Auf einem Rechner, der mit der Datenflut umgehen kann, ist dieses System sicherlich ein ganz besonderes, ganz großes Erlebnis.

Doch bis dahin müssen nicht nur die Hardware-Hersteller einiges leisten, sondern auch die Programmierer von Microsoft. So gerät Vista in letzter Zeit immer häufiger und heftiger (auch und gerade von Mitbewerbern) aufgrund von augenscheinlichen  Sicherheitsmängeln in die Kritik. Auch gibt es angeblich Angebote an „die Großen“ wie Dell und HP, da Vista nicht rechtzeitig ausgeliefert werden kann. Dabei wurde der Vista Start doch extra verschoben, damit die Systeme ausgiebig getestet werden können. Nur aus diesem Grund, kommt der Endkunde doch später an sein Vista – nun, Microsoft dementiert. Natürlich…

Apple nutzt die Gunst der Stunde und lenkt ein wenig davon ab, dass auch sie es nicht schaffen bis Weihnachten auszuliefern. "Während Microsoft noch versucht, die Version von Mac OS X zu kopieren, die wir vor ein paar Jahren ausgeliefert haben, bauen wir mit Leopard den Vorsprung wieder aus", so Apple Chef Steve Jobs auf der Entwicklerkonferenz WWDC.

Generell klingt die Vorankündigung auf das neue System schon großartig (ja, das klang es bei Vista auch!). Neben der Vollständigen 64-Bit-Unterstützung von Programmen, wird 10.5 mit einer Datensicherungs- und Wiederherstellungsfunktion namens „Time Machine“ ausgeliefert. Damit soll das System zu jedem beliebigen Punkt wiederhergestellt werden können und gelöschte Dateien aus dem Jenseits befreit werden. Mit „Spaces“ kann der Desktop virtuell aufgeteilt werden, um Programme anhand bestimmter Aufgabenbereiche zusammenzufassen. So haben Sie in Zukunft also den „Chat- und Surf-Desktop“ mit Browserfenstern und ICQ, den „Schreib-Desktop“ mit Word und Excel, den „Design-Desktop“ mit Photoshop und iPhoto. Endlich Ordnung auf dem Desktop.

Auch mit „Mail“ soll ein neuer Sprung geschafft werden. Visuelle Designvorlagen, Notizfunktion und intelligente Postfächer sind dabei nur wenige der Stichworte, die 10.5 alias Leopard noch spannender machen sollen. Wir bleiben auf jeden Fall dran und beobachten den Grabenkrieg, der bis zur Auslieferung sicherlich noch härter wird.

Während die bereits gelesenen Zeilen in die Tastatur getippt wurden, hat Microsoft kurzerhand den Release Candidate 1 herausgebracht und damit in den Weiten der drei w's enorm viel Lob eingesteckt. Natürlich haben wir uns auch – kurz vor Redaktionsschluss – noch schnell über den neuen Meilenstein hergemacht. Wahrhaft mutig, beinahe heldenhaft wurde die DVD in das Laufwerk gelegt und das Upgrade gestartet. Nein, nicht wie empfohlen mit vorherigem Backup. Nur die Lust an Nervenkitzel oder völliger Wahnsinn? Nun, so muss sich Fallschirmspringen anfühlen.

Nach fast drei Stunden war aber alles erledigt, das Upgrade klappte problemlos (nach der Deinstallation von Nero und Kaspersky, was Vista scheinbar wichtig war) und – wie ein Wunder – der Rechner ist schneller als vorher. Plötzlich ist das ganze System benutzbar, Funktionen, auf die man vorher ewig warten musste – wie die Systemsteuerung oder Einstellungen für die Datei-Indizierung) öffnen in Sekundenschnelle und die Begeisterung, die „damals“ beim ersten Klick in Vista vorhanden war, setzt wieder ein. Beim Beginn dieses Artikels waren wir uns sicher, dass Apple das Betriebssystem-Rennen gewonnen hat, zu viele Unwägbarkeiten waren in Vista zwischenzeitlich aufgefallen – aber der Kampf geht weiter und wir sind gespannter als je zuvor, was bis zur Auslieferung noch passieren wird…

Matthias Rogat ist neben seiner Tätigkeit als Projektleiter der SiebenBergeNews.de auch Mitglied im Redaktionsteam des "Clicker", einer Kundenzeitschrift des IT-Versandhandels e-bug. Ein Gemeinschaftsbericht für Clicker und COMPzeit.

Bild: PhotoCase.com

Kommentare
Copy the Original
Verfasst von Gast am 2006-11-19 07:44:09
Hey! 
 
Nutze nun seit einigen Jahren Windows, stieg leider damals auf Windows um, und ich habe die Schnauze gestrichen voll. Im Vergleich zu MacOS ist Windows eine Reise in die Vergangeheit! Nichts läuft wies sollte, trotz DualCore bricht das WinXP bei Verwendung mehrerer Anwendungen zusammen und dazukommend verlangsamen VirenSchutzProgramme das eh schon träge System! Bin seit einigen Tagen stolzer Besitzer eines iMacs und kann nur sagen: Ooriginal bleibt Original, stabil, schnell und virenfrei! Danke Apple!!!
Mac Support!
Verfasst von Gast am 2007-01-30 17:42:45
Hi 
 
Ich kann das nur bestätigen. Bei Windows musste man schon immer vor den einfachsten sachen wie dem verwenden einer usb maus schon nachdenken ein backup gemacht zu haben. Mac os x ist JAHRE!!!! voraus.
Nachgemacht
Verfasst von Gast am 2007-02-03 21:08:45
Seit dem Steve Jobs die erste grafische GUI einsetzte, machte sich Bill Gats daran die Ideen anderer Visionäre zu kopieren. Windows wird nie inovativ und wegweisend werden. Sollte man doch in der Zwischenzeit gemerkt haben... 
 
astalavista!
Alles nur teilweise richtig.
Verfasst von Gast am 2007-09-30 11:53:10
Hallo, ich bin seit Windows95 im PC geschäft. 
Ich habe immer nur mit Windowssysdtemen gearbeitet. 
Bedienung ist ja eigentlich kinderleicht, Programm auswahl ist ja gigantisch, suma sumaru ist Windows das einfachste Betriebssystem wenn es ums arbeiten bedienen geht. 
Seit fast 2 Wochen habe ich ein iBook G4 1,33 Ghz , 1,5 GB Ram, 40 GB HDD, Combolaufwerk, OSX 10.4.10 drauf. Also ich muss sagen so einfach und inovativ wie alle  
von Apple behaupten kann ich es nicht bestätigen. 
Also nach fast 2 Wochen ist es für mich noch sehr ungewohnt und auch teilweise schwehr dieses Betriebsystem von Apple zu bedienen.
du hast keine Ahnung
Verfasst von Gast am 2007-12-20 11:16:23
tja dann bist du wohl zu blöd Mac OS X zu bedienen, oder du denkst zu kompliziert und verstehst es nicht dass man mit OS X viel schneller und einfacher zum gewünschten Ziel kommt als mit Windows.

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Letzte Aktualisierung ( 28.10.2006 )

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