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Zukunftstrends: Next „Genre“ration der Videospiele PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
28.10.2006
Artikelindex
Gameplay
Schlachten schlagen
Grafik und Sound
Fazit

Haben das Strategie- und RPG-Genre ausgedient? Zwei Spiele-Neuerscheinungen für die Xbox 360 zeigen Trends auf.

Die klassischen Echtzeit-Strategiespiele, in denen man eine Vielzahl einzelner Kämpfer in einem hitzigen Gefecht auf einander loslassen kann, erfreuten sich schon immer großer Beliebtheit. Leider waren solche Schlachten bisher nur aus der Vogelperspektive und mit großen Abstrichen in punkto Grafik zu genießen. Doch nun sorgt eine neue Welle von revolutionären Spielen für Abhilfe. Spiele wie „Kingdom under Fire“ sorgten schon auf der klassischen XBox dafür, dass sich der Spieler in einer Third-Person-Schlacht als mutiger Recke verdient machen konnte. Leider blieben solche Spiele bisher eher die Ausnahme, zu performancelastig
war es, eine mehrere hundert Mann starke Polygon-Armee vor den Augen des Spielers einen nicht gescripteten Kampf austragen zu lassen.

Doch nun schwappt eine wahre Welle eben dieser Spiele auf die Besitzer der XBox360 zu: Mit Phantagramms und Q?s Ninety-Nine-Nights (kurz N3) und Koeis Samurai Warriors 2 wollen wir einmal zwei namhafte Titel näher unter die Lupe nehmen und schauen, ob sich diese Third-Person-Schlachten einen Stern am Spielehimmel verdient haben.

Das Genre im Detail
Erstmal vorweg: ein brandneues Genre ist in der nächsten Generation nicht entstanden - vielmehr könnte man diese durch einen Genremix bestehend aus Strategiespiel und RPG umschreiben. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über eine Figur und trägt mit dieser Schlachten aus, die in ihrem Umfang an „Rome: Total War“ heranreichen. Durch das besiegen der vielen Gegnerhorden gewinnt der Held Erfahrung und kann so im Level aufsteigen, was ihn robuster und stärker werden lässt. Zudem finden sich ab und an einige nützliche Gegenstände bei den erschlagenen Feinden, welche die Attribute des Helden oder dessen Lebensenergie steigern können. Das ganze Spielprinzip erinnert also stark an das eines Rollenspiels, versetzt den Spieler hier jedoch eher in die Handlung eines waschechten Echtzeit-Strategiespiels.

Der Spieler übernimmt die Kontrolle über eine Figur und trägt mit dieser Schlachten aus, die in ihrem Umfang an „Rome: Total War“ heranreichen. Durch das besiegen der vielen Gegnerhorden gewinnt der Held Erfahrung und kann so im Level aufsteigen, was ihn robuster und stärker werden lässt. Zudem finden sich ab und an einige nützliche Gegenstände bei den erschlagenen Feinden, welche die Attribute des Helden oder dessen Lebensenergie steigern können. Das ganze Spielprinzip erinnert also stark an das eines Rollenspiels, versetzt den Spieler hier jedoch eher in die Handlung eines waschechten Echtzeit-Strategiespiels.

Um nicht als No-Name-Soldat auf dem Schlachtfeld zu stehen schlüpft der Spieler in die Rolle eines besonderen Veteranen oder eines Elitekämpfers. Als solcher ist es dem Spieler meist möglich, mehrere dutzend Einheiten mit nur wenigen Kombos zu Strecke zu bringen. Gerade letzteres bereitet bei Phantagramms/Q?s Schützling viel Spaß, da der Spieler hier besonders machtvolle Attacken erlernen kann. Koeis Produkt hingegen bleibt hier ein wenig bodenständiger wenn man mit einer Kombo „nur“ 5-6 Gegner auf einmal erwischen kann.

Der Weg des Helden
Beide Spiele ähneln sich in einem Punkt ganz besonders: Sie besitzen einen außerordentlich hohen Wiederspielwert, denn bei Ninety-Nine-Nights, wie auch bei Samurai Warriors 2 lässt dich die Kampagne mit mehreren spielbaren Charakteren absolvieren. Während bei Koeis Samuraikämpfern bereits einige der insgesamt 26 Figuren von Anfang an zur Verfügung stehen, muss man sich bei N3 die verschiedenen Charaktere erst mit einer einzelnen Kriegerin erspielen. Natürlich wechselt die Perspektive bei jedem Durchspielen und ergänzt so die Storyline des jeweiligen Spiels.

Die Gesinnung des Helden spielt keine Rolle: Vom strahlenden Paladin bis hin zur Ausgeburt der Finsternis ist in den beiden Games alles vertreten. Oftmals kreuzen sich in den unterschiedlichen Missionen die Wege der Protagonisten, so dass man einen besseren Einblick in deren Handlungsmotivation erhält. In beiden Spielen werden diese Momente durch nette Ingame-Sequenzen besonders hervorgehoben.


Letzte Aktualisierung ( 01.11.2006 )

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