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Seite 1 von 3 Auch für das Jahr 2007 gibt es wieder Nachschub im Bereich der digitalen Enzyklopädien. Im Test, wie immer, „Der Brockhaus multimedial 2007”, sowie „Microsoft Encarta 2007” jeweils in ihren „Luxus”-Ausführungen im Vergleichstest. Des Weiteren nehmen wir das Schülerpaket „Lernen und Wissen” unter die Lupe.
Die Kandidaten Vom neusten Brockhaus haben wir die „Der Brockhaus multimedial 2007 premium”-Version getestet, die gegenüber der Standard-Ausgabe einige Sonderfunktionen mehr beinhaltet und dessen Artikel bei gleicher Anzahl deutlich länger ausfallen (19 Millionen gegen 10,5 Millionen Wörter, jeweils 255 000 Artikel). Die Premium-Ausgabe für knapp 100 Euro wird auf zwei DVDs geliefert, wobei sich die Programme für Windows- und Macintosh-Systeme eine DVD teilen, die zweite DVD nimmt allein die Linux-Programmversion für sich in Anspruch. „Encarta 2007” gibt es in drei Versionen, der „Standard”, „Enzyklopädie” und der „Lernen und Wissen”-Edition. Neben die stark abgespeckte Standard-Version mit 44 000 Artikeln reihen sich die beiden hochwertigeren Editionen mit jeweils 50 000 Artikeln. In unserem Test tritt neben der Enzyklopädie-Version (ca. 60 Euro) im direkten Vergleich mit Brockhaus, erstmals auch die Lernen und Wissen-Version (ca. 80 Euro) an. Neuheiten Beide Nachschlagewerke wurden optisch und in ihrer Benutzerführung gegenüber ihrer Vorjahresversionen (siehe auch: Brockhaus 2006, Encarta 2006) nicht nennenswert verändert. Eine von Grund auf neue Funktion im neuen Brockhaus ist das „Planetarium”, welches Hobby-Astrologen und -Astronomen Einblicke in unsere Galaxie bietet. Interessant hierbei: Nicht nur von der Erde aus, sondern ebenfalls von den andern Planeten des Sonnensystems kann in das Firmament gesehen werden. Auch kann die Planetenwelt animiert werden, entweder in Echtzeit, oder in drei Zeitraffer-Stufen. Problematisch ist allerdings, dass man duch den Pespektivwechsel leicht den Überblick verliert. Neben dem neuen Planetarium wurde der Kulturführer auf 100 Werke erweitert. Microsoft Encarta kommt nicht mit neuen Funktionen daher, das integrierte Wörterbuch und die Suchergebnisanzeige wurden einer Frischzellenkur unterzogen. Wie bei Konkurrent Brockhaus wird nun schon während der Sucheingabe eine Auswahl an möglichen zutreffenden Inhalten gezeigt. Die eigentliche Suchergebnissseite ist nun thematisch gegliedert, verschiedenartige Inhalte sind übersichtlich voneinander abgegrenzt. Das neudesignte Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch-Wörterbuch hat leider nach wie vor seine Schwächen. Will man einen deutschen Begriff, der gerade angezeigt wird, in seiner englischen Entsprechung suchen, reicht es nicht, intuitiv über den Sprachwechsler „Englisch” anzuwählen - hier wird dann nämlich der deutsche Bergriff im Englischwörterbuch nachgeschlagen, was natürlich kein Ergebniss bringen kann. Nur über den Karteireiter „Übersetzung” und dann „Deutsch-Englisch” kommt man zu dem gewünschten Übersetzungsergebnis. Nur in der Lernen und Wissen-Programmversion enthalten: Verbkonjugationen in vier Sprachen: deutsch, spanisch, französisch und englisch. Sehr ärgerlich: etwa bei jedem zehnten Start des Wörterbuches wird es in Folge eines Ausnahmefehlers wieder geschlossen - bis zum Neustart von Windows. Die Updatefunktion Mit im Kaufpreis enthalten sind bei beiden Lexika-Alternativen Encarta und Brockhaus in ihrer 2007-Neuauflage die sogenannten „Online-Updates”. Bei Brockhaus im festen Monatszyklus, bei Encarta auch mehrmals im Monat, kommen Detailänderungen zum vorhandenen Artikelfundus hinzu. Diese Funktion gab es in den 2006er-Versionen beider Programme zwar auch, sie laufen allerdings jeweils zum Jahresende aus, werden mit Kauf der neuen Versionen also jeweils um ein Jahr verlängert.
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