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Seite 1 von 3 Da Rainbow Six: Vegas keine Jugendfreigabe erhalten hat, möchten wir darauf hinweisen, dass sich das Spiel an eine volljährige Zielgruppe richtet und keinesfalls von Jugendlichen unter 18 Jahren gespielt werden sollte. Auch dieser Testbericht richtet sich an volljährige LeserInnen. Hach ja! Las Vegas! Die Stadt der Sünde, des Glücksspiels, der Kasinos und der Terroristen. Moment! Terroristen? Was haben die denn da zu suchen? Genau! Bestimmt nichts Gutes. Deshalb wird auch wieder einmal das Rainbow-Six-Team zur Hilfe geholt um die finsteren Pläne der „Tangos“ (wie sie im Anti-Terror-Jargon genannt werden) zu durchkreuzen. Was genau Six in ihrem mittlerweile siebten Einsatz erleben und wie sich der Titel in die erfolgreiche Serie eingliedert, zeigt unser Test.
Vegas! Die Stadt der Sünde Wer an Las Vegas denkt, der denkt an riesige Leuchtreklamen, Lichterketten mit abertausenden von kleinen Lichtern, Flutscheinwerfer usw. Genau dieses Thema scheinen sich auch die Entwickler zu Herzen genommen zu haben. Wo man auch hinsieht blinkt, leuchtet und glitzert es. So stellt man sich ein Kasino im prachtvollen Vegas vor: Spielautomaten, die ihren Gameboy-artigen Sound abgeben und dazu aufdringlich blinken, themenspezifische Dekoration, welche sich in jedem Winkel eines Kasinos wieder finden lassen. Dazu eine fast vollständig zerstörbare Umgebung und Feuergefechte, wie wir sie seit F.E.A.R. nicht mehr miterleben durften. Das Leveldesign und die Austragungsorte sind mit einem Wort gesagt: Phänomenal! Doch fangen wir ganz am Anfang an - in Mexiko! Das Spiel beginnt auf den Straßen von Mexico City, wo das Six-Team gerade damit beschäftigt ist, Irena (eine Terroristen-Führerin) zu verfolgen und dingfest zu machen. In den Straßen Mexicos Citys wird dem Spieler auch das Spiel erklärt. Man lernt die einzelnen Moves und die Tastenbelegung kennen. Letztere stellt sich als überraschend intuitiv heraus. Eigentlich kann man immer, wenn der Gegner seine Magazine leer feuert den linken Trigger ziehen um in Deckung hinter eine Kiste oder ähnliches zu gehen. Wenn man erst einmal in Deckung hockt packt einen das fesselnde Feeling, welches einen auch bis zum Schluss des Spiels nicht mehr loslässt. Kugeln fliegen dicht an den Ohren vorbei, zerschmettern dabei kleinere Objekte oder schlagen tiefe Löcher in die Wände, was wiederum Sicht raubende Staubwolken aufwirbeln lässt. Dann im richtigen Moment (meist wenn der Gegner nachlädt) erhält man dann die Chance aus der Deckung hervorzukommen und selbst ein paar gezielte Schüsse abzugeben.„Kontakt! Feind eliminiert!“ Wer meint, in guter alter Rambo-Manier auf die Gegner loszustürmen und einen nach dem anderen mit einem schweren Sturmgewehr ins Jenseits zu befördern (wie es noch bei Rainbow Six: Lockdown der Fall war), der wird schnell eines Besseren belehrt. Wer die Deckung verlässt, ohne vorher einigermaßen freie Bahn zu haben, der hat schon verloren. Zu gut und zu tödlich sind die Schüsse der KI-gesteuerten Gegner, die sich im Gegensatz zum Vorgänger erstaunlich real verhalten. Natürlich gehört die richtige Gruppendynamik auch zu einem voll funktionsfähigen Anti-Terror-Team. Als Anführer des dreiköpfigen Trupps kann man seinen KI-Kumpanen verschiedene taktische Befehle geben, um die Gefechte möglichst verlustfrei zu beenden. Das Verhalten des Teams lässt sich von Infiltration (nur zurückschießen) auf Sturm (aggressives Vorgehen) umschalten. Türen können von den Team-Kameraden geöffnet und die dahinter liegenden Räume gestürmt werden. Wahlweise lässt sich auch eine Türladung an die zu öffnende Tür anbringen oder eine Rauch- oder Blendgranate in den Raum werfen, um sich so einen taktischen Vorteil zu verschaffen. In manchen Passagen des Spiels müssen Bomben entschärft oder Computer gehackt werden. Leider geschieht dies immer nur passiv, also durch einen Teamkameraden. Hier wären kleine „Minispiele“ a la Splinter Cell wünschenswert gewesen. Einziges Manko: Es wird leider nur an bestimmten Checkpoints gespeichert, welche zudem auch noch wirklich rar gesäht sind. Dies zwingt den Spieler zwar einerseits zu einem taktischen und gut durchdachten Vorgehen, führt aber auch zu vielen Trial&Error-Passagen.Wer die Rainbow-Six-Serie kennt, der weiß, dass noch bis vor kurzem eine taktische Phase vor jeder Mission stattgefunden hat. In dieser konnte der Spieler festlegen, wo genau sich seine Kameraden hinbegeben sollten und wie genau die Mission ablaufen sollte. Diese meist träge und langweilige Phase wurde ja bereits im letzten Teil der Serie abgeschafft und kommt auch mit dem neusten Teil nicht zurück. Trotzdem verlangt das Spiel eine Menge taktisches Geschick, um Las Vegas von den Terroristen zu befreien. Der Plan muss hier quasi spontan entworfen und der jeweiligen Situation angepasst werden. Nur passiert dies nicht in einer extra Phase, sondern im Kopf der Spieler und zwar mitten im Gefecht. Dies stellt einen sehr gelungenen Kompromiss zwischen den taktiklastigen ersten Teilen der Serie und dem eher actionbehafteten „Lockdown“ dar.
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