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Creative Xmod - mehr als nur eine externe Soundkarte PDF Drucken
Geschrieben von Matthias Rogat   
20.02.2007
Manchmal kommen mitunter merkwürdige Produkte auf den Markt. Produkte, die nicht mehr versprechen,
als das zu verbessern, was zuvor kaputt gemacht wurde. Und all dies mit dem Ziel, dass der Käufer – hat er einmal die Vorteile des Produkts erkannt – nicht mehr darauf verzichten mag.
Was hier zum Teil aus der Internetseite von Creative – dem Hersteller des Hauptdarstellers in diesem Test, dem Xmod – entsprungen ist, gilt es natürlich zu beweisen.

Aus der Verpackung springt neben einem Handbuch, einer schicken, weißen Tasche, ein USB-Kabel und Ohrhörer und natürlich der Xmod selbst. An diesem ist eigentlich nicht viel zu sehen – ein Mini-USB-Stecker für den PC oder das Notebook, ein Kopfhörer-Ausgang, sowie sowohl ein Line-Ein- als auch Line-Ausgang. Darüber hinaus fällt neben dem weißen Klavierlack der extrem große und schwere Drehregler aus Gebürstetem Aluminium auf, der sicherlich einmal ein Hubschrauber-Landeplatz wird – wenn er groß ist. Was man auf den ersten Blick nicht erkennt, ist, dass nicht nur der Volume-Regler zeitgleich ein Button ist (hiermit lässt sich der Xmod stumm schalten), sondern sich auch der gesamte obere Teil des Xmod klicken lässt. Dazu jedoch später mehr.

Der Xmod bringt auch Geräten Creatives X-Fi Technologie bei, die nicht über (freie) PCI Steckplätze verfügen – dies sind zum Einen natürlich Barebones, an erster Stelle aber sicherlich Notebooks.
Zuerst eine gute Nachricht: Der Creative Xmod funktioniert sowohl am PC, als auch am Mac – komplett treiberlos an OS X 10.3.4, Windows XP ab Service Pack 2 und auch bereits an Windows Vista. Die interne Soundkarte – sofern vorhanden – wird zugunsten des Xmod stumm geschaltet und der Line-Eingang steht umgehend für Aufnahmen – zum Beispiel vom Diktiergerät, Mini-Disk Recorder oder ähnlichem – zur Verfügung.

Ein erster Hörtest fand mit unserem AKG Studio-Kopfhörer am Kopfhörer-Ausgang statt. Sowohl am Mac, als auch am PC freuten wir uns über ein ausgewogenes Klangbild – wenn auch der Mac merkwürdigerweise viel leiser als der PC war. Warum dies so ist, konnten wir nicht genauer herausfinden. Durch das dazuschalten der ersten Funktion, des X—Fi Crystalizer, sollen – so Creative – komprimierte Musik die verlorerne Qualität zurückgewinnen. Es fühlt sich hierbei an, als ob einfach mehr Höhen hinzugefügt werden und die Ortung und die Brillanz der verschiedenen Instrumente dadurch verbessert wird. Im gleichen Zuge sollten dabei jedoch die Bässe im Equalizer der Abspielsoftware (zum Beispiel iTunes oder WinAmp) etwas angehoben werden, um wieder etwas mehr „Schub“ beizumischen.
Die zweite Funktionm, die X-Fi CMMS-3D, macht den Klang dabei noch „breiter“. Da Stereo-Signal bekommt einen Surround-Effekt, der  - so scheint es – ebenso durch die gezielte Beimischung von mehr Höhen erzielt wird. Beide Effekte zusammen wirken dabei auf dem Kopfhörer aber fast schon ein wenig matschig, sodass man sich unserer Meinung nach für einen der beiden Effekte entscheiden sollte. Für Musik auf dem Kopfhörer eignet sich der Crystalizer sicherlich am Besten.

Beschreiben lässt sich sich das Ganze eventuell an einem kleinen Beispiel: Wir haben uns dazu die LP „Laut gedacht“ von Silbermond geschnappt, genauer „Ich Wünsche Dir Was“. Der klare Gesang am Anfang des Songs klingt über den Kopfhörer, als würde einem Sängerin Steffi direkt ins Ohr singen. Das dazuschalten der Crystalizer Funktion zerstört diesen Effekt zwar nicht, mach den Gesamtklang brillanter und breiter, sodass ein hochwertigerer Klang entsteht. Die CMSS-ED Funktion hingegen rückt Steffi weg vom Ohr und den Zuhörer in die Mitte der Band. Zwar verliert die Musik dabei etwas an Präzision, umgibt den Hörer jedoch.
Den gleichen Test führten wir natürlich auch mit den mitgelieferten Ohrhörern durch, die leider nicht begeistern konnten. Zwar war der effektlose Sound noch in Ordnung, die Beimischung der Höhen vernichteten das gute Hörgefühl doch leider, da der Bassbereich komplett unbeachtet blieb.
Richtig interessant wird es nun aber mit einer HiFi-Anlage am Line-Ausgang des Xmod. Hier erzeugt die Crystalizer-Funktion ein wahres Hochgefühl. Auf einer größeren Anlage wirkt sich die leichte Erhöhung des Basses dabei natürlich stärker aus, als bei Kopfhörern und so spielen die Brillanz des Xmod und das Bassfundament ein großartiges gemeinsames Spiel. Jetzt ist nur noch die Frage, wozu denn die CMSS-3D Funktion eigentlich gedacht ist, wenn sie ihre Stärken bei Musik doch nicht richtig ausspielen kann.
Also galt es, den Kopfhörer wieder aufzusetzen und einmal ein Computerspiel zu starten. In Need for Speed Carbon – unserem Testobjekt – brachte der Surround-Effekt derartigen Schub auf die Ohren, dass es nicht bei einem kurzen Test blieb. Das Pfeifen des Turbos, Quietschen der Reifen und Röhren der Motoren klingt mit dem Xmod noch besser und echter, als mit dem OnBoard-Sound.
Abschließend bleibt nur noch der erwähnte letzte Button auszuprobieren – ein entsprechender Klick bietet nämlich die Chance, die Effekte über den Drehregler zu intensivieren oder abzuschwächen und damit an das eigene Gehör anzupassen. Den bei den Ohrhörern fehlenden Bass kann jedoch auch diese Funktion leider nicht ersetzen.

Unser Fazit: Besonders für Notebooks ein geniales Gerät – es sei denn, man möchte echten Surround-Sound genießen und empfindet den gebotenen Stereo-Ausgang als unzureichend.
Die Crystalizer-Funktion wertet zum Beispiel MP3-Files erstaunlich auf – in Spielen zeigt dagegen der Surround Effekt CMSS-3D. Das Beste an der ganzen Sache: Man kann nun neben der Maus und Tastatur zum Spielen auch „seinen Klang“ einfach überall mit hinnehmen, was besonders für Freunde von LAN-Parties freuen wird.

Produktfotos: Creative Technology Ltd.

Ein Gemeinschaftsbericht für Clicker, einer Kundenzeitschrift des IT-Versandhandels e-bug, SiebenBergeNews und COMPzeit.

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Letzte Aktualisierung ( 20.02.2007 )

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