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Seite 1 von 3 Haben Sie schon einmal versucht, in einer völlig durchsiebten Wüste einem wildgewordenen Mond mit Laserkanone auszuweichen, der unaufhörlich auf Sie feuert? Oder haben Sie schon einmal von einem tsunamigeplagten Schloss aus einen Angriff auf das herannahende Mutterschiff eines verrückten Roboter-Mechanikers gestartet? Nein? Dann haben Sie offensichtlich noch nie „Mistwalkers“ neuestes Abenteuer „Blue Dragon“ gespielt.
Eine kleine Einführung in ein großes Abenteuer „Blue Dragon“ beginnt, wie es sich für ein gelungenes RPG gehört, mit einer Kamerafahrt über das Heimatdorf des Protagonisten Shu. Ein beschauliches Plätzchen, wo es sich der junge Hauptcharakter in der Mittagssonne unter der Windmühle gemütlich macht. Doch lange braucht der Spieler nicht auf Action zu warten denn sogleich wird das „Talta Dorf“ von einem riesigen Landhai angegriffen, mit dem die Bewohner des kleinen Dörfchens schon des Öfteren Probleme hatten. Todesmutig stellen sich Shu und seine Freunde Giro und Klug dem Wesen in den Weg, um es in eine von langer Hand geplante Falle zu locken. Leider misslingt das Vorhaben der tapferen Kinder, sodass sie von dem Giganten mitgeschleift werden und erst in einer unterirdischen Höhle das Bewusstsein wiedererlangen. An dieser Stelle beginnt das eigentliche Abenteuer. Schnell finden die Kinder heraus, dass es sich bei dem Landhai um ein uraltes mechanisches Wesen handelt, welches von höheren Mächten gelenkt wurde. Später werden die Charaktere von einer überirdisch klingenden Stimme dazu aufgefordert, kleine Lichtkugeln zu schlucken, die wie aus dem Nichts erscheinen. Sobald sie das getan haben, verwandeln sich Ihre Schatten plötzlich in riesige mythstische Schattenwesen. Ein Drache, ein Minotaurus und ein Phönix haften nun an den Figuren, die Ihnen des Weiteren bei Kämpfen behilflich sein werden. Der Auftakt zu einem großen Abenteuer ist damit getan.Zu viele Köche verderben den Brei? – Wohl kaum! Wem die Namen Hironobu Sakaguchi, Akira Toriyama und Nobuo Uematsu etwas sagen, der kennt sich entweder mit japanischen Animes oder aber mit der Final-Fantasy-Serie aus. Während es sich nämlich bei Hironobu Sakaguchi um den Erfinder der legendären Final-Fantasy-Reihe und bei Nobou Uematsu um den Musik-Komponist eben dieser Spiele handelt, lieferte Akria Toriyama das Charakterdesign der mindestens ebenso bekannten Dragonball-Serie. Kann da überhaupt noch etwas schief gehen? „Wohl kaum!“, lässt sich mit Fug und Recht behaupten. Das Charakterdesign ist zwar zu Beginn aufgrund der groben Gesichtszüge und den Körpern, die eher wie Spielzeugfiguren wirken, ein wenig gewöhnungsbedürftig, bietet aber gleichzeitig etwas völlig Neues und Unverbrauchtes. Die Figuren wirken allesamt putzig und niedlich, was der Dramaturgie der Story aber erstaunlicherweise keinen Abbruch tut. Die Story ist im Vergleich zur einzigartigen Final-Fantasy-Reihe zwar eher schlicht und einfach gehalten, macht aber keines Falls weniger Spaß. Das Auge wird sooft mit den fantastischsten Szenen verwöhnt, das die Story in Hinblick auf die grandiose Umsetzung eher in den Hintergrund rückt. Man hat den roten Faden zwar ständig vor Augen, vergisst aber aufgrund der tollen Cutscenes schnell seine Geradlinigkeit. Darüber hinaus bekommt der Spieler bei Blue Dragon auch einen bisher nicht gekannten Spiel-Umfang für sein Geld geboten. Tatsächlich wird Blue Dragon auf 3 DVDs ausgeliefert, wobei jede der DVDs den Spieler für bis zu 25 Stunden an die XBox fesseln kann. Ein klarer Pluspunkt an dieser Stelle, für den gigantischen Umfang.
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