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Abschied vom Master Chief – Halo 3 PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
26.10.2007
Artikelindex
Hintergrund und Gameplay
Waffen und Fahrzeuge
Multiplayer und Technik
Fazit

Multiplayer
Hier kommen wir zum eigentlichen Kaufgrund für Halo 3 und vielleicht sogar einer Xbox360. Der Multiplayermodus zieht wieder einmal alle Register. Ob kooperativ oder verfeindet, den Spielern stehen sämtliche Möglichkeiten offen. So ist es zum Beispiel möglich, mit bis zu drei weiteren Spielern die Kampagne im Koop-Modus zu spielen oder gegen bis zu 15 andere Spieler in einem der neun verschiedenen Multiplayer-Modi anzutreten.

Entscheidet man sich dazu, ein Onlinegefecht gegen andere Spieler auszufechten, stehen einem neben den bekannten „Deatchmatch“, „Capture the Flag“ und  „King of the Hill“ auch noch die Halo-eigenen Modi „Oddball“, „VIP“ etc. zur Verfügung.

Wem also der SP-Modus zu kurzweilig ist, der kommt im MP-Modus voll auf seine Kosten (vorausgesetzt, man verfügt über eine Xbox-Live-Mitgliedschaft). Dazu läuft das Spiel auch noch absolut lagfrei, sodass der Online-Ballerei nichts im Wege steht. Also: Zu Trinken bereit stellen, Musik auflegen (alternativ von der Konsole laden), Licht dimmen, Telefon ausstöpseln, Controller greifen…und los geht’s.

Übrigens: Wem die Karten nicht gefallen, der kann sich mit dem mitgelieferten Editor seine eigenen erschaffen. Fahrzeuge neu platzieren, Waffen entfernen, Equipment hinzufügen usw. Nur die Mapstruktur kann nicht verändert werden. Soetwas würde auf einem Xbox-Controller wahrscheinlich sowieso nicht richtig realisierbar sein. Zudem sind die 11 Maps sehr gut durchdacht und bieten eine Fülle an strategischen Möglichkeiten.

Technik
Auf den ersten Blick scheint sich Halo 3 optisch von seinen Vorgängern nicht allzu stark zu unterscheiden. Dies liegt zum einen daran, dass Halo 2 schon enorm hohen Ansprüchen gerecht wurde und zum zweiten daran, dass das Spiel eher Wert auf Lichteffekte gelegt hat, was nach kurzem Anspielen auch deutlich wird. Die Lichtengine verbrauche laut Hersteller „Bungie“ dermaßen viele Ressourcen, dass es nicht möglich war noch mehr aus der Grafik herauszuholen.

Dennoch überzeugt Halo 3 auch optisch. Wer glaubt die Entwickler hätten sich hier keine Mühe gegeben, der sollte einmal die feinen Texturen eines „Warthog“ genauer inspizieren oder sein Augenmerk auf den grandiosen Lichteffekt lenken, der Auftritt wenn man aus einem dunklen Raum ins Helle tritt. Sämtliche Lichteffekte sind absolut korrekt berechnet und wirken sehr realistisch.

Die eigenliche Grafikpracht liegt bei Halo 3 auch eher im Detail. Riesige Areale werden mit unglaublicher Weitsicht dargestellt, sodass das Auge hier viel geboten bekommt. Lediglich das Charakterdesign der menschlichen Mitstreiter wirkt von gestern. Hier wäre vielleicht ein bisschen mehr Feintuning nicht schlecht gewesen.

Auch akustisch gibt der Shooter viel her. Zu erst einmal soll hier der bekannte orchestrale Soundtrack und die auch sonst mehr als gelungene Musikuntermalung genannt werden. Der satte Waffensound und die passenden Motorengeräusche (insofern man bei außerirdischen Fahrzeugen von „Motoren“ reden kann) gliedern sich wunderbar in die Soundkulisse ein.

Der deutschen Synchronisation hätten jedoch ein wenig mehr Emotionen nicht geschadet. Der bekannt wortkarge „Master Chief“ redet erstaunlich leise und unbetont (nicht, dass man das anders gewohnt wäre), wohingegen die Drohnen (kleinste und einfachste Gegnereinheit) wieder mit ihren humorvollen und zugleich panischen Angstschreien und ihrer quietschigen Stimme punkten können. Allgemein klingen die Aliens besser als so manche Vertreter der menschlichen Rasse.


Letzte Aktualisierung ( 31.08.2009 )

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