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Project Gotham Racing 4 – Jetzt auch auf zwei Rädern PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
21.10.2007
Artikelindex
Gameplay
Fuhrpark und Austragungsorte
Spielmodi und Multiplayer
Technik
Fazit
„Es geht um die Meisterschaft“, denkst du dir, während du das Lenkrad deines Aston Martin V8 Vantage umklammerst und hoffst, in der nächsten Kurve den letzten Widersacher überholen zu können, der dir den ersten Platz streitig macht. Mit Vollgas hältst du auf die Kurve zu und dein Gegner im orangefarbenen Lamborghini Gallardo rückt immer näher. Lange hältst du dass Tempo nicht mehr. Bald musst du abbremsen, um nicht mit 200 Sachen in die Bande zu rasen. Da! Die Bremsleuchten deines Gegners leuchten auf. Jetzt trittst auch du auf die Bremse. Das Lenkrad wird rumgerissen und behände gleitest du durch die Kurve – an deinem Gegner vorbei auf den ersten Platz. „Ideallinie! Das gibt extra Kudos!“, geht es dir durch den Kopf. Die Ziellinie rückt näher und näher… geschafft! Mit einer halben Sekunde Vorsprung überquerst du das Finish als Gewinner.

Seit fast zehn Jahren schon liefert Entwickler „Bizarre Creations“ nun schon Rennspaß der Spitzenklasse. Angefangen bei dem „Metropolis Street Car“ auf der Sega Dreamcast, schickte die englische Spieleschmiede immer neue und immer bessere Racer „ins Rennen“. Schon die ersten drei Teile der Project-Gotham-Serie sind preisgekrönt und konnten mit fotorealistischer Grafik und einem sehr netten Streckendesign überzeugen. Im Folgenden wollen wir einen Blick darauf werfen, inwiefern der neuste Ableger der PGR-Serie mit seinen Vorgängern Schritt halten kann.

Gameplay
Wer die Project-Gotham-Serie kennt, der weiß, dass es sich dabei um eine Mischung aus Simulation und Arcade-Racer handelt, bei dem die Jagd nach „Kudos“ im Vordergrund steht.

Das Fahrverhalten der Boliden ist auch im neusten PGR wieder einmal mehr als gelungen – Eine perfekte Mischung aus Simulations- und Arcade-Elemten verbindet sich zu einer erstklassigen Steuerung, die sowohl NfS-Fans als auch Forza-Freunden gefallen dürfte. Es macht einen unglaublichen Spaß, seinen sehr detailreichen Ferrari durch enge Haarnadelkurven auf dem Nürburgring zu jagen, oder aber seinen antiquierten Lamborghini-Oldtimer auf dem Strip in Las Vegas zum Äußersten zu reizen. Die Steuerung und das von Fahrzeug zu Fahrzeug sehr unterschiedliche – aber durchgehend gute – Fahrverhalten ist mit einem Wort: Traumhaft!

Im Mittelpunkt steht, wie schon erwähnt die Jagd nach den Kudos. Für Nichtkenner der Serie soll kurz erklärt werden, um was es sich bei genannten Kudos handelt: Kudos sind Zahlungsmittel und Stilbelohnungen in der PGR-Serie. Kudos erhält man für das Gewinnen eines Rennens genauso, wie für einen guten Fahrstil oder besonders coole Fahrmanöver. Hat man genügend Kudos gesammelt, kann man sie in neue Fahrzeuge oder Strecken investieren. Als kleines Gimmick erhält der Spieler für stattliche 1.000.000 Kudos ein exklusives Spielerbild, das er seinem Xbox-Gamertag als Avatar hinzufügen kann. Nicht sehr sinnvoll, aber ein schönes und prestigeträchtiges Ziel.

Der vierte Teil der Serie unterscheidet sich in einem Punkt ganz besonders von seinen Vorgängern: Erstmals in der Geschichte der PGR-Geschichte kann der Spieler auch auf zweirädrige PS-Monster zugreifen. BMW, Honda, Harley-Davidson usw. stellen ihre Bikes zur Verfügung und ergänzen somit den ohnehin schon riesig großen Fuhrpark, an dessen Ausmaße wohl nur die Gran-Turismo-Serie auf der Playstation heranreicht. Zwar ist die Steuerung zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, da sie sich selbstverständlich stark von der der Autos unterscheidet, jedoch haben sie ihren vierrädrigen Kollegen eines voraus: Beschleunigung! Beim Start eines neuen Rennens ziehen die Motorräder spielend an den schwereren Karren vorbei und zeigen ihnen knallhart die Rücklichter bis… ja bis sie in einer Kurve zu viel Geschwindigkeit drauf haben und die Physik ihr Übriges zu einem handfesten Sturz hinzugibt.


Letzte Aktualisierung ( 24.10.2007 )

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