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Microsoft Windows Vista im Langzeittest PDF Drucken
Geschrieben von Alexander Merz   
02.01.2008
Artikelindex
Vista-Editionen und -Setup
Neuer Start
Windows-Explorer
Problemquellen
Fazit

Weiterhin fällt das neue Start-Menü in Windows Vista auf. Unten bildet die neue Sofort-Suche den ersten Anlaufpunkt sowohl für den Zugriff auf Programme,
als auch auf Dateien. So reicht das Eingeben der Anfangsbuchstaben eines Programmes schon völlig aus, um es auf der im Bereich darüber angezeigten Ergebnisliste auswählen zu können. Das „Herauspicken“ des gewünschten Programmes aus der langen Programmliste entfällt somit also – ist aber auch noch mit dem Klick auf „Alle Programme“ möglich. Nun wandelt sich die Suchergebnis-Anzeige in die Programmliste um.
Bevor jedoch eine Sucheingabe gestartet wird, ist in diesem Bereich des Startmenüs eine Liste der zuletzt geöffneten Programme anzutreffen. Rechts unten neben der Suchleiste ist nun der Ausschalten-Knopf platziert. Im Gegensatz zu XP schaltet sich der Computer nach dem Klick darauf direkt aus, es kommt kein Auswahlfenster zur Wahl zwischen „Ausschalten“, „Neu starten“ und „Standby“/“Ruhemodus“ mehr. Diese Wahl lässt sich stattdessen über ein Drop-Down-Menü treffen.
Der eigentliche Ausschalter im Startmenü ist standardmäßig mit der „Ruhemodus“-Funktion belegt – erst nach langem Suchen in den „Energieoptionen“ von Windows Vista wurde ich fündig, wie man die Funktion des Schalters, z.B. auf das naheliegende „Herunterfahren“, umbelegen kann.
Am rechten Rand des Startmenüs findet man die übrigen, statischen Schaltflächen zum Aufrufen der Systemsteuerung, den Dokumenten oder des Arbeitsplatzes.

A propos Arbeitsplatz: Dieser zentrale Anlaufpunkt wurde nun in „Computer“ umbenannt, die ehemalige Netzwerkumgebung in „Netzwerk“ und die „Eigenen Dateien“ sind sogar komplett neu aufgelegt. Anstelle des „Eigene Dateien“-Ordners, der ja auch unter Windows XP schon eine Sonderrolle einnahm, da er als eine Art „Verknüpfungsordner“ nicht an einen absoluten Dateipfad gebunden war und standardmäßig in den Untiefen der Systemordner vergraben war, gibt es in Windows Vista nun eine Vielzahl spezieller Ordner wie den namens „Dokumente“, „Musik“, „Downloads“, „Bilder“, etc.
Wie auch unter Windows XP kann man auch unter Windows Vista mit einem Rechtsklick auf die Ordner-Eigenschaften den hinterlegten absoluten Dateipfad anpassen, leider kann man diese Handlung nicht auf alle Ordner gleichzeitig anwenden, sondern muss die Schritte für jeden der Ordner einzeln durchgehen.
Problematisch ist auch, dass ältere Programme, die unter Windows XP liefen, mit diesen neuen Ordnern nicht so recht umgehen können, weil sie Windows XP-gemäß z.B. den „Eigene Musik“-Ordner als einen Unterordner vom „Dokumente“-, bzw. „Eigene Dateien“-Ordner vermuten.
Sie hinterlassen im „Dokumente“-Ordner also ihre unliebsamen Spuren und erstellen dort fälschlicherweise Ordner wie „Eigene Musik“ neu. Besonders nervig wird dies, wenn man versucht, diese Ordner wieder „per Hand“ zu entfernen, ein bestimmtes Programm aber bei jedem Programmstart meint, den Ordner wieder neu anlegen zu müssen.

Letzte Aktualisierung ( 02.01.2008 )

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