Lang lang ist's her, seit Zelda-Fans mit dem grünmützigen Schwertkämpfer die Weiten des Meeres in „The Legend of Zelda: The Windwaker“ erforschen durften. Nun wird die Geschichte in dem neusten Ableger „Phantom Hourglass“, die sich so völlig von anderen Zelda-Teilen unterscheidet, auf dem Nintendo DS fortgesetzt. Doch reicht die technische Kraft des kleinen Handhelds aus, um dem liebenswerten Zipfelmützenträger eine weitere würdige Fortsetzung zu schaffen? Wir werden sehen…
Kurz zum Inhalt Die Crew um Piratin Tetra ist zusammen mit Link auf der Suche nach dem legendären Geisterschiff, dass in den hiesigen Gewässern sein Unwesen treiben soll. Unbeeindruckt von den Schauergeschichten macht sich die wackere Piratenkapitänin Tetra auf die Suche nach dem Schiff, das sie für nichts weiter als ein überdurchschnittlich erfolgreiches Piratenschiff hält. Mit der Aussicht auf fette Beute macht die eigentlich recht abergläubische Crew nun – eher unfreiwillig – Jagd auf das vermeintliche Spukschiff. Das Unheil lässt nicht lange auf sich warten und so tritt kurz darauf auch schon das schaurige Schiff aus dem Nebel. Begierig auf die Berge von Schätzen, die sich hinter den alten Planken verbergen, kann Tetra nicht an sich halten und entert alleine das Schiff. Doch kurz darauf verschwindet die junge Piratin spurlos an Deck und stößt einen schrillen Schrei aus. Bei dem Versuch Links, ebenfalls auf das Schiff zu springen und seiner Freundin zu helfen, rutscht dieser jedoch ab und landet im Wasser. Auf der Insel, an deren Strand er nun gespült wird, beginnt sein Abenteuer und die Suche nach dem Geisterschiff, um seine Freundin Tetra zu retten. Ein Monster! Schnell zieh deinen Stylus! Das wirklich innovative an dem DS-Ableger des wohl bekanntesten Rollenspielhelden ist die brillante Steuerung. Ob nun das Schwert schwingen oder aber den Bumerang werfen - der Stylus ermöglicht eine präzise und gleichzeitig sehr unterhaltsame Steuerung. Wer würde nicht gerne einen Bumerang mit der Flugbahn in Form seiner Initialen werfen können, oder aber eben genannten Bumerang um drei oder vier Ecken schleudern um einen versteckten Schalter zu aktivieren. Auch die Bewegungen gehen intuitiv und vollkommen problemlos von der Hand. In punkto Steuerung legt „Zelda: Phantom Hourglass“ die Messlatte sehr hoch. Auch die Handhabung der vielen anderen Items, wie etwa das Werfen der Bomben oder das Schießen mit Pfeil und Bogen verläuft ähnlich problemlos. Rätsel und Dungeons Natürlich dürfen die traditionellen Elemente eines jeden „Zelda“-Titels auch in „Phantom Hourglass“ nicht fehlen. Der Held durchforstet auf der Suche nach seiner Freundin Kellergewölbe, alte Tempelruinen aber auch geheimnisvolle und rätselhafte Inseln. Natürlich wartet - in typischer Zelda-Manier - in jedem Dungeon auch wieder ein Masterschlüssel, der die Tür zum Boss-Gegner öffnet und ein weiteres Ausrüstungsitem auf den Mützenträger, der bis dahin unlösbare Rätsel lösbar macht. So muss der Held zum Beispiel erst einmal die Bombentasche finden, um mit deren Inhalt die brüchige Wand in einem alten Tempel einzureißen, damit die Reise fortgesetzt werden kann. Bis auf die teilweise in die Rätselstruktur eingebaute Steuerung sind die Rätsel also auch im neusten Teil der Reihe eher traditionell geblieben, was allerdings nicht schlecht ist, da sie einen fairen Schwierigkeitsgrad an den Tag legen. Besonders innovativ ist auch der Einbezug des DS-internen Mikrofons in einige Rätsel. Der Typ auf der anderen Flussseite kann Sie nicht hören? Rufen Sie ihn doch einfach mal! Sie werden sehen: Er reagiert. Um bei all den Rätseln nicht den Überblick zu verlieren bietet das Spiel dem Spieler die Möglichkeit, auf der sich ständig auf dem oberen Bildschirm befindlichen Karte ein paar Notizen zu machen. Ein einfacher Knopfdruck und schon befindet sich die Karte auf dem Touchscreen und ist bereit, bekritzelt zu werden. Schön auch, dass viele Rätsel dieses Element wirklich nützlich werden lassen. Präsentation „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass“ holt nahezu alles aus der kleinen Konsole, was überhaupt rauszuholen ist. Die Optik wirkt- nicht zuletzt durch die gelungen umgesetzte Cell-Shading-Grafik – sehr gut. Ob man nun in finsteren Kerkern auf Monsterjagd geht, das Geheimnis einer bis vor kurzem unentdeckten Insel lüftet oder aber in der aufrüstbaren Kogge über die Meere gleitet, das Spiel sieht einfach fantastisch aus und zeigt erstmal, was der kleine Handheld so alles auffahren kann. Auch akustisch ist der Titel eine wahre Wohltat. Zwar sind die meisten Melodien schon aus früheren Zelda-Teilen bekannt, jedoch gesellen sich auch ein paar neue Musikstücke hinzu. Auch die übrigen Sounds wissen durchaus zu überzeugen. Jedoch klingt das Ganze aufgrund der doch eher schwachen Lautsprecher des DS über Kopfhörer einen Tick besser und weniger blechern. Fazit „Phantom Hourglass“ ist in erster Linie eine absolut würdige Fortsetzung des preisgekrönten „The Windwaker“ und in zweiter eines der besten Spiele, die derzeit für den Nintendo DS zu haben sind. Die Einbeziehung des Mikrofons und die brillante Nutzung des Touchscreens als Notizzettel sind neben der wunderbar innovativen Steuerung nur einige Argumente dafür, das „The Legend of Zelda: Phantom Hourglass“ wohl zu den besten DS-Titeln gezählt werden kann. Die gelungene technische Umsetzung und die für ein DS-Spiel erfreulich lange Spieldauer von ca. 15-20 Stunden machen das neue Zelda zu einem heißen Anwärter auf den Titel „Bestes DS-Spiel“. Pro & Contra + sehr hübsche Grafik + toller Sound + innovative Steuerung + sehr gutes Rätseldesign + gelungene Zelda-Atmosphäre + liebenswerte Spielwelt - teilweise sehr leicht - über normale Lautsprecher ist der Sound manchmal etwas blechern Prozentwertung Gameplay: 91% Grafik: 93% Sound: 89% Steuerung: 97% Gesamt: 93% Bilder: Nintendo, The Legend of Zelda: Phantom Hourglass
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