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Nintendo Wii - ein neues Spielerlebnis oder albernes Rumgefuchtel? PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
12.03.2008
Artikelindex
Steuerung
Online-Modus
Virtual Console
Fazit
Auch wenn Nintendos neueste Konsole nicht mehr unbedingt eine Neuheit ist – schließlich ist sie bereits seit 2006 erhältlich – so erfreut sie sich dennoch unglaublichen Verkaufszahlen. „Tut mir Leid, aber die Wii ist schon wieder ausverkauft.“, ist wohl einer der meist gesagten Sätze eines jeden Elektronikfachmarktverkäufers. Grund genug, dass auch COMPzeit die Fuchtelkonsole näher in Augenschein nimmt und ihre Steuerung, die Bedienbarkeit, ihre Grafik- und Rechenleistunen und andere Komponenten auf Herz und Nieren prüft.

Eine neuartige Steuerung
Zuallererst sollte der Blick auf das gelenkt werden, was die Konsole überhaupt ausmacht: Die bewegungssensitive Steuerung. Der Controller, der dabei benutzt wird, ist wohl der ungewöhnlichste, den jemals ein Spieler in der Hand halten durfte. In zwei Teilen kommt er daher. Ein Teil dieses Controllers ist die Wii-Remote, eine Art Fernbedienung, die via Infrarotschnittstelle als Cursor fungiert, und darüber hinaus auch noch Bewegungen und Rotationen in jeglicher Art und Weise wahrnehmen und auf die Spielfigur übertragen kann.

Der zweite Teil ist der „Nunchuk“, er ähnelt entfernt einem Pistolengriff der mittels Kabel mit der Wii-Remote vernunden wird. Auch er verfügt über die Bewegungssensoren mit denen er Bewegungen in einem dreidimensionalen Raum wahrnehmen kann. Anders als die Wii-Remote verfügt der Nunchuk noch über einen Analog-Stick, der bei Spielen wie „The Legend of Zelda: Twilight Princess“ oder „Resident Evil 4: Wii Edition“ dazu benutzt wird, die Spielfigur zu bewegen. Natürlich sind auch die Controller der Wii nicht mehr durch ein Kabel an die Konsole gebunden, sondern kommunizieren mittels Batterien und einer Wireless-Verbindung mit der Konsole.

Der Nunchuk ist eine Art „Zusatzcontroller“. Er wird nicht bei jedem Spiel zwingend vorausgesetzt, erleichtert aber bei den meisten Spielen die Navigation enorm. Außerdem werden beide Controller bei Spielen wie den bereits erwähnten „Zelda“ und „Resident Evil 4“ benötigt, um überhaupt loslegen zu können.

Die Steuerung selbst funktioniert – bei den meisten Spielen – erstaunlich präzise. Die Nutzung der Infrarotschnittstelle - die dazu gebraucht wird, einen Cursor über den Bildschirm zu jagen oder vielleicht das Fadenkreuz in einem Shooter zu bewegen - funktioniert ebenfalls sehr gut und sehr flüssig; vorausgesetzt, man hat vorher im Wii-Menu die Sensorempfindlichkeit korrekt eingestellt. Auch bei der Ausführung der nötigen Bewegungen treten selten bis nie Fehler à la „Handschrifterkennung“ auf, sodass man sich nicht darüber ärgern muss, dass die Wii-Remote einfach nicht erkennt, wie man sich eben bewegt hat.

Auch der Aufbau der beiden Controller ist sehr gut durchdacht. Daumen und Zeigefinger liegen intuitiv auf den Tasten A und B, welche in einer Vielzahl der Spiele die meistgenutzten Tasten sind. Direkt über dem A-Button und für den Daumen gut erreichbar, liegt das Steuerkreuz. Am unteren Ende der Fernbedienung liegen die Tasten 1 und 2, welche dann zum Tragen kommen, wenn die Fernbedienung mit zwei Händen und somit quer gehalten werden muss.

Diese Art der Remote-Nutzung erinnert übrigens sehr stark an die alten NES-Controller aus den 80er Jahren. Der Nunchuk liegt ebenfalls gut in der Hand. Der Daumen ruht dabei auf dem Analog-Stick und der Zeigefinger auf den, auf der Vorderseite angebrachten Tasten C und Z, sodass man kein Fingerakrobat sein muss, um schnell die richtige Taste zu erreichen. Darüber hinaus verfügt die Wii-Remote noch über die allseits beliebte Rumblefunktion und über einen eingebauten Lautsprecher, der ein wenig das Gefühl von 3D-Sound vermittelt.

Auch wenn auf technischer Seite sehr ordentlich gearbeitet wurde, schlägt der Preis des Controller-Duos doch mächtig zu Buche. Für die Anschaffung einer Wii-Remote zahlt man durchschnittlich knapp 40€  und der Nunchuk kommt ebenfalls mit einem Preis um die 20€ daher. Somit bezahlt man gut 60€ für die Anschaffung eines kompletten Controllers. Dagegen wirken Konkurrenzcontroller von Xbox360 und Playstation 3 mit Preisen von  jeweils knapp 45€ schon wieder sehr preiswert. Jedoch sollte hier auch erwähnt werden, dass die Konsole mit knapp 249,-€ weitaus günstiger ist als Xbox360 und Playstation 3.


Letzte Aktualisierung ( 14.03.2008 )

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