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Seite 2 von 3 Noten von nöten Ähnlich wie in anderen „Harvest Moon“-Titeln kommt auch das neue „Magical Melody“ wieder mit einer „Alibi-Rahmenhandlung“ daher. Die Erntegöttin ist zu Stein geworden und nun suchen ihre kleinen Helfer, die Erntewichtel, einen fähigen Bauern, der sie wieder zum Leben erwachen lässt. Dies geschieht mit Hilfe der „Magical Melody“, also mit der magischen Melodie, die gespielt werden muss, um die Göttin von ihrem Fluch zu befreien. Um diese Meoldie spielen zu können, sind Noten erforderlich, die man im ganzen Spiel verteilt finden kann. Insgesamt gibt es einhundert dieser Noten zu finden, jedoch reichen bereits fünfzig aus, um die Erntegöttin ins Leben zurückzurufen. Die Noten sind teils sehr einfach, teils aber auch sehr schwer zu finden. Bleibt man z.B. ein paar Minuten still stehen, erhält man dafür die „Note der Ruhe“, versendet man zum ersten Mal etwas von Wert, erhält man die „Note des Versands“, kocht man das erste Mal ein Gericht in seiner Küche: „Note des Kochens“ usw. Aber auch für das Gewinnen des Pferderennens oder die siegreiche Teilnahme am Kuh-Fest gibt es Noten. Jedoch sind die letzten beiden Beispiele mit viel Arbeit verbunden, sodass man sich vielleicht erstmal auf die weniger arbeitsintensiven Noten konzentrieren sollte, wenn man den Fluch schnell brechen möchte. Die Geschichte von der verfluchten Erntegöttin ist leider weder besonders originell, noch wäre sie wirklich notwendig gewesen. Die Arbeit auf dem Hof mit allem drum und dran ist auch ohne fleißiges Notensammeln schon spaßig genug, sodass die Rahmenhandlung eher zur Farce wird. Ein sehr innovativer Teil des Spiels ist die Rivalin Jaime, die ebenfalls vorhat, die Erntegöttin wiederzubeleben. Sie ist die direkte Konkurrentin des Spielers, die es zu übertrumpfen gilt. Im Menu kann man sich das Kräfteverhältnis zwischen sich selbst und Jaime jederzeit anschauen. So ist man immer im Bilde über die eigenen Fortschritte und kann Vergleiche ziehen. So etwas hatte es in Harvest Moon bislang nicht gegeben. Dafür beide Daumen hoch.Technisch enttäuschend Auch wenn die Wii-Version des Spiels eine 1:1-Umsetzung der Gamecube-Version ist, ist das noch lange keine Entschuldigung für dermaßen verschwommene Texturen. Grafisch liegt das Spiel leider auf unterem Gamecube-Niveau, was gerade auf der Wii sehr schade ist. Da kann man nur von Glück reden, dass das Spiel trotz der verstaubten Technik trotzdem so liebenswert wie all seine Vorgänger geworden ist. Auch akustisch bietet das Spiel nichts Überragendes. Die wenigen Musikstücke sind zwar allesamt wieder sehr einprägsam und rhythmisch, jedoch wiederholen sie sich einfach zu schnell, sodass man sie schon bald satt hat. Auch die Sprachausgabe erinnert an N64-Zeiten, denn außer einem gelegentlichen quiekenden Ton ist den Bewohnern des Knospendorfes nicht viel zu entlocken. Schade, dass hier nicht wenigstens die wichtigsten Gespräche vertont wurden, statt einfach auf die alte Sprechblase zurückzugreifen. Und leider muss an dieser Stelle auch die Steuerung gerügt werden, die leider alles andere als intuitiv ist. Die Tastenbelegung ist mehr als fragwürdig und es braucht eine ganze Zeit, bis man die richtige Taste findet, um die Aktion auszuführen, die man ausführen möchte. Man könnte fast glauben, die Entwickler haben mit aller Gewalt versucht, die Remote und das Nunchuk in einen Gamecube-Controller zu verwandeln, ohne sich Gedanken über die Steuerung zu machen. Auch die Bewegungssteuerung der Wii-Remote findet nur beim Gebrauch von Werkzeugen Anwendung. Diese lassen sich sowohl durch Knopfdruck, als auch durch einen Ruck mit der Fernbedienung benutzen. Schade, dass hier nicht ein bisschen mehr Kreativität bewiesen wurde. Denn gerade bei Arbeiten wie Holz hacken, Felder pflügen, Angel auswerfen etc. hätte man doch wirklich unterschiedliche Wii-Bewegungen in die Steuerung integrieren können.
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