ZeitvertreibWas macht man in einem Rollenspiel wenn man nicht gerade questet? Na, weiß es niemand? Na arbeiten gehen natürlich! Geld verdienen um den Ehepartner und die Kinder zu versorgen oder um in Immobilien zu investieren. Um Häuser zu kaufen, die anschließend vermietet werden können. Oder einfach nur, um es abends im Pub zu versaufen oder beim Glücksspiel zu verzocken. All diese Freiheiten bietet das neue Fable 2. Man kann von seinem Geld kleine Marktstände oder aber das berühmte Schloss Fairfax kaufen.
Jedes bewohnbare Gebäude im Spiel ist käuflich und kann entweder vermietet oder bewohnt werden. Besitzt man Marktstände oder ganze Geschäfte, so kann der Preis für die angebotenen Waren reguliert werden. Will man sich beliebt machen schraubt man die Preise nach unten, möchte man hingegen viel Geld verdienen hebt man die Preise an – Wirtschaft kann so einfach sein!
Jedoch ist man zu Beginn des Spiels noch weit davon entfernt Immobilien-Mogul zu werden. Erstmal muss Geld verdient werden. Dieses erhält man übrigens nicht durch das Lösen von Quests sondern ausschließlich durch Arbeit oder aber man findet es in Schatzkisten oder buddelt es aus. Arbeit findet man in fast jeder Stadt. Irgendwo wird immer ein Schmied, Holzfäller oder Barkeeper gesucht, der sich ein Zubrot verdienen möchte. Jeder der drei Berufe ist relativ langweilig und stupide, da sie nur aus sich ständig wiederholenden, einfachen Reaktionsspielchen bestehen. Hält man diese allerdings lange genug durch, lässt sich eine stolze Summe verdienen und der Einstieg in das Immobiliengeschäft ist gesichert. Von hier aus kann man dann sein Geld für sich arbeiten lassen.
Je nachdem, wie viele Häuser man vermietet oder wie hoch die Preise der eigenen Geschäfte reguliert sind, fließt im Fünf-Minuten-Takt mehr oder weniger Geld in die eigene Kasse. Der Clou dabei: Das Geld fließt auch, wenn gar nicht gespielt wird. Greift man also nach einem Xbox-freien Tag wieder zum Controller und startet Fable 2, bekommt man eine nette Nachzahlung für die verpasste Zeit. Man bekommt jedoch höchstens den Betrag für die hundert letzten verpassten Einnahmen, um das Geld nicht vollkommen wertlos werden zu lassen.
Er klang bereits an und soll nun auch noch näher erläutert werden: der Ehepartner. Auch dem Vorgänger folgend macht es Fable 2 dem Spieler wieder möglich zu heiraten und eine Familie zu gründen. Den sexuellen Vorlieben des Spielers steht hierbei wieder nichts im Weg – ausgenommen sind selbstverständlich Kinder. Um den Gatten oder die Gattin bei Laune zu halten empfiehlt sich eine angemessene Residenz sowie ein ausrechendes Haushaltsgeld, was täglich bezahlt werden muss. Natürlich sorgen auch gelegentliche Besuche bei den Geliebten dafür, dass der Haussegen nicht schief hängt.