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Home arrow Rubriken arrow XBox 360 arrow Mirrors Edge – Altaïr war gestern, nun ist Faith da!

Mirrors Edge – Altaïr war gestern, nun ist Faith da! PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
16.11.2008
Artikelindex
Steuerung
Gameplay
Praesentation
Fazit
Was bei „Prince of Persia: The Sands of Time“ funktionierte und bei „Assassins Creed“ wundervoll choreographiert wurde hält jetzt auch Einzug in die Ego-Perspektive: Akrobatik! „Coole Moves a la Matrix sind absolut im Trend“, muss sich Spieleschmiede EA Games gedacht haben und wagt den „Sprung“, eine Mischung aus Ego-Shooter und Jump’n’Run auf den Markt zu bringen. Und siehe da: Die Rechnung geht auf! Mirrors Edge heißt der ungewöhnliche Genre-Mix aus dem Hause dice und er entführt den Spieler in eine comicartige, sterile und absolut stylische Science-Fiction-Welt, die zum größten Teil aus Wolkenkratzern, Bürogebäuden und vielen, vielen Abgründen besteht. Wir haben uns in der Rolle der jungen Faith in die Großstadt geschwungen und sind gelaufen, gesprungen, gerutscht und geklettert was das Zeug hält und hier ist unser Test:

Story
In einer Stadt, in der jeglicher Informationsaustausch überwacht wird und die vollkommen totalitär regiert wird, ist es die Aufgabe der Runner, sensible Informationen von A nach B zu befördern. Der Spieler übernimmt in Mirrors Edge die Rolle der jungen Faith, einer jungen Runnerin. Das Spiel beginnt während des Wahlkampfes um den Posten des Bürgermeisters als plötzlich einer der Kandidaten an seinem Schreibtisch ermordet aufgefunden wird. Ausgerechnet Kate, Faiths Schwester und Mitglied der örtlichen Polizei, ist zu diesem Zeitpunkt am Tatort und da der tödliche Schuss auch noch aus ihrer Waffe abgefeuert wurde, wird sie kurzerhand beschuldigt und festgenommen.


Faith, die sich ebenfalls am Tatort aufhält um ihrer Schwester beizustehen, muss beim Auftritt der Polizei vom Tatort flüchten und wird somit ebenfalls zur Gejagten. Schnell wird jedoch klar, dass Kate übel mitgespielt wurde und sie nur eine Marionette im politischen Ränkespiel um den Posten des Bürgermeisters ist. Jetzt gilt es erstmal nur noch Kates Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu finden.

Die Geschichte von Mirrors Edge bietet sehr viel Potenzial und ist ebenso interessant wie kurzlebig. Eigentlich ist es wie bei einem guten Buch: Kaum hat man die Charaktere so richtig lieb gewonnen und wurde in den Bann dieser einzigartig kreierten Welt gezogen, da reißt einen der Abspann in die Realität zurück. Mirrors Edge krankt, wie die meisten Spiele der heutigen Zeit, an einer leider viel zu kurzen Spieldauer. Die tolle Story, die dem Spieler in sehr stylischen Comic-Cutscenes zwischen den Missionen präsentiert wird tröstet aber darüber hinweg und die Entwickler - soviel darf wohl verraten werden - halten sich alle Türen für einen eventuellen Nachfolger offen, ohne, dass das Spiel offen endet.


In punkto Story kann Mirrors Edge wirklich punkten. Da fällt die kurze Spieldauer gar nicht großartig ins Gewicht. Allein die Cutscenes sind schon eine lobende Erwähnung wert.

Steuerung
Eigentlich das Hauptthema eines „Mirrors Edge“-Tests ist die Steuerung. Ohne eine gelungene Handhabung wäre ein Schwingen durch den Großstadtdschungel wohl nicht zumutbar. Zum Glück wurde hier trotz komplexer Bewegungen auf eine komplizierte Steuerung weitestgehend verzichtet. Für unseren Test lag uns die XBox-360-Version des Titels vor, so dass an dieser Stelle mit der XBox-Tastenbelegung operiert wird.

Eigentlich lässt sich die gesamte akrobatische Action mit den vier Schultertasten LB, LT, RB und RT bestreiten. Egal ob springen, sich um 180 Grad drehen, an der Wand entlanglaufen oder Martial-Arts-Techniken ausführen will – alles lässt sich über diese vier Tasten steuern. Anfangs ist die Steuerung sehr ungewohnt, was vor allem daran liegt, dass die vier Haupttasten A,B,X und Y ziemlich ungenutzt bleiben aber man gewöhnt sich doch recht schnell an die Tastenbelegung, so dass nach kurzer Zeit schon sehr anmutige Bewegungen gelingen.

Einzig die Kampfsteuerung hätte ein wenig eingängiger sein können. Hier gingen unsere Attacken oft ins Leere, weil man teilweise einfach zu lange überlegen musste, wie jetzt genau der eine oder Angriff funktioniert. Das, worauf es bei Mirrors Edge am meisten ankommt geht aber zum Glück sehr gut von der Hand: nämlich das Flüchten. Gegen die Sicherheitskräfte kämpft man sowieso nur in den seltensten Fällen, da diese meist zahlenmäßig weit überlegen und außerdem schwer bewaffnet sind. Ein Kampf gegen mehr als zwei Gegner endet meist tödlich für die junge Runnerin. Da heißt es schnell einen guten Fluchtweg finden und dann nichts wie weg.

 



Letzte Aktualisierung ( 30.11.2008 )

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