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Mirrors Edge – Altaïr war gestern, nun ist Faith da! |
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Geschrieben von Benjamin Seym
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16.11.2008 |
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Gameplay Zu Beginn dieses Artikels wurde Mirrors Edge als Genre-Mix aus Jump’n’Run und Ego-Shooter angepriesen. Allerdings stimmt dies nicht ganz. Viel zu selten hat man wirklich eine Waffe in der Hand und noch seltener feuert man diese auch tatsächlich ab, um das Spiel einen Ego-Shooter zu nennen (Nicht umsonst gibt es bei der XBox-Version das Achievment, das Spiel abzuschließen ohne jemanden zu erschießen). Und für den Titel Jump’n’Run müsste man doch eigentlich Münzen, Sterne, Bananen oder was auch immer einsammeln müssen, oder? Mirrors Edge ist weder das eine noch das andere. Es ist etwas Neues und vollkommen unverbrauchtes. Zwar steuert man die Figur aus der Ich-Perspektive, aber schon die Tatsache, dass man an sich herunterschauen und dort Arme und Beine entdecken kann distanziert den Titel vom A-typischen Ego-Shooter.
Wenn man läuft, dann hört man Faith immer schwerer atmen und die Umwelt verwischt mit zunehmender Geschwindigkeit. Das Ich-Gefühl ist phänomenal. Wenn man auf die Kante eines Daches zuläuft und erst im letzten Moment stoppt fängt Faith an, mit ihren Armen um die Balance zu kämpfen und der Blick geht hinunter zu den Straßen auf denen kleine Autos herumkurven und noch kleinere Passanten ihrem Alltag nachgehen. Fast bekommt man es selbst mit der Höhenangst zu tun, wenn man in die Häuserschluchten blickt oder sogar hinunterfällt.
Ansonsten besteht das Spiel hauptsächlich aus klettern und flüchten. Dabei sorgen verschiedene Routen von A nach B für den Reiz, das Spiel auch ein zweites Mal durchzuspielen. Auch ein freischaltbarer höherer Schwierigkeitsgrad erhöht den Wiederspielwert, allerdings bleibt dieser trotz neuem Schwierigkeitsgrad auf eher unterdurchschnittlichem Niveau. Allgemein wirkt Mirrors Edge ein wenig zu linear und einseitig. Das Flüchten vor den Cops und die Klettereinlagen, bei denen es darum geht, einfach einen Weg von ganz unten nach ganz oben oder von einem Dach aufs andere zu finden, sind zwar sehr gut umgesetzt, trotzdem fehlt dem Titel das gewisse Etwas zum absoluten Megahit. Hier wäre vielleicht ein etwas gründlicherer Ausbau der Martial-Arts-Fertigkeiten wünschenswert gewesen, um auch hin und wieder gegen mehrere Gegner in spektakulären Nahkämpfen bestehen zu können. Außerdem hätten ein bis zwei weitere Boss-Gegner eine interessante Abwechslung zum Kletteralltag geboten.
Interessant ist das so genannte „Momentum“, eine Art Bullettime, die Faiths Umgebung - sich selbst eingeschlossen - stark verlangsamt, so dass das Entwaffnen der Sicherheitsleute einfacher wird oder aber ein Fluchtweg im Kampfgewusel besser auszumachen ist. Das Momentum hilft zum Beispiel auch dabei, bei einem Sprung auf einen fahrenden Zug, denselben nicht zu verpassen. Das Momentum bildet quasi den i-Punkt der Akrobatikfähigkeiten.
Eine weitere Fähigkeit der Runner neben dem Momentum ist auch die Runners-Vision, die alle Objekte, die zur Durchführung von Sprüngen oder anderen Stunts hilfreich sind, in einem knalligen rot aufleuchten lässt. Die Runners-Vision muss nicht extra aktiviert werden, sondern ist eher omnipräsent. Wann immer irgendwelche Objekte rot dargestellt werden, sind sie zu irgendetwas zu gebrauchen.
Leider hält das Spiel keinen Multiplayer-Modus bereit, in dem sich zwei oder mehr kontrahierende Hobby-Ninjas miteinander messen können. Schade! Dafür gibt es die beiden Modi „Speed Run“ und „Time Trial“, in denen es darum geht, Parcours in möglichst wenig Zeit zu absolvieren. Beim „Speed Run“ spielt man das gesamte Spiel noch einmal, jedoch diesmal auf Zeit. Pro Kapitel gibt es eine Zeit zu schlagen, damit die jeweilige Mission als „geschafft“ gelten kann. Im „Time Trial“ muss auch eine Bestzeit geschlagen werden. Hierfür werden Teile aus dem Hauptspiel als Strecken festgesetzt, die dann Checkpoint für Checkpoint abgelaufen werden müssen. Nur wer die richtigen Abkürzungen kennt und diese auch mit dem nötigen Geschick nehmen kann, kann in diesen Fortgeschrittenenmodi bestehen. Zudem können Ghosts gespeichert und von den Weltrekordhaltern via XBox-Live abgerufen werden. Auf diese Art und Weise lernt man selbst vielleicht die eine oder andere Abkürzung kennen.
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Letzte Aktualisierung ( 30.11.2008 )
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