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Seite 1 von 3 Noch nie hat es ein Spiel so gut verstanden, mit den einfachsten Aktionen wie Früchte ernten, Briefe schreiben oder Fische angeln dermaßen viel Zeit zu verschlingen wie damals Animal Crossing Wild World für den Nintendo DS. Nun kommen auch Wii-Besitzer in den Genuss des herrlich idyllischen Kleinstadtlebens. Gewappnet mit dem neuen Landleben-Simulator Animal Crossing: Let’s Go To The City (kurz: AC:LGTTC) und dem brandneuen Chat-Zubehör WiiSpeak haben wir uns in einen langen Test gestürzt und Pfirsiche geerntet, Insekten gefangen und Fossilien identifiziert:
Altbekanntes und Innovatives? Das neue Animal Crossing wirkt in den ersten Spielminuten fast schon wie eine 1:1-Adaption des DS-Titels. Mit dem Bus fahren wir in die neue Heimat, während wir uns von dem Busfahrer allerhand Fragen zur eigenen Identität und dem Zieldorf stellen lassen müssen. Sind alle Fragen beantwortet erreicht der Bus sein Ziel und setzt uns in der kleinen Gemeinde, bestehend aus 2 Bewohnern, dem Rathaus, der Schneiderei, dem Museum und einem kleinen Einkaufsladen, der von einem sehr geschäftigen Waschbär namens Tom Nook geführt wird ab.Letzterer stellt sich zugleich auch als raffgieriger Immobilienhai heraus, denn kaum haben wir die ersten Schritte im Dorf getan, zeigt er uns auch schon unser neues Heim und erzählt dabei ganz beiläufig, dass wir nun einen ganzen Haufen Schulden bei ihm haben, den es erst einmal abzuarbeiten gilt. Also geht es nun - wenn auch nicht ganz freiwillig - ran ans Werk. Das einzig wirklich neue Spielelement in AC:LGTTC ist die mit dem Bus erreichbare Großstadt. Hier können wir uns die Schuhe putzen lassen, uns bei der Wahrsagerin Smeralda die Zukunft vorhersagen lassen oder völlig überteuerte Möbel und Kleidungsstücke bei Gracie kaufen. Leider ist die Stadt nicht unbedingt groß, so dass die die Aktions-Möglichkeiten hier doch sehr begrenzt sind. Ein Schwätzchen mit den herumlaufenden Leuten, ein kleiner Bummel durch Gracies pompöses Luxusgeschäft, ein Besuch im örtlichen Theater und der Stadtbesuch ist auch schon fast wieder vorbei. Schade, hätte doch die "City" noch sehr viel mehr zu bieten haben können.Freizeit, Freizeit und nochmal Freizeit „Was macht man denn nun in Animal Crossing LGTTC?“ – mag sich der geneigte Leser und Nichtekenner des DS-Titels "Wild World" an dieser Stelle vielleicht fragen. Nun, so einfach ist das gar nicht zu beantworten. Man könnte sagen, man schlägt Zeit tot, doch das käme dem Spiel wohl nicht gerecht. Man könnte auch sagen, man erarbeitet sich einen gewissen Lebensstandard, doch das wäre schon etwas übertrieben. Am besten sagt man wohl einfach: Man erntet Obst, pflegt ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn, angelt Fische im Fluss oder am Strand, sät Blumen und Bäume und lässt es sich gut gehen. Genau genommen gibt es nämlich keine Aktionen in Animal Crossing, die der Spieler machen muss. Man tut einfach, wonach einem gerade ist. Man könnte sich auf die Jagd nach seltenen Fischen machen und diese anschließend dem Museum stiften, damit die Ausstellungsräume gefüllt werden. Man kann sich aber auch mit einer Gießkanne bewaffnen und das Land mit Obstbäumen und schönen Bumen zukleistern. Oder aber man greift zum Schmetterlingsnetz und fängt Insekten, die sich unter Steinen, in Bäumen, auf der Wiese oder sogar auf anderen Dorfbewohnern befinden. Hat man Obst, Fische, Insekten, Fossilien oder andere Dinge in seinem Inventar kann man diese entweder dem Museum spenden oder aber gewinnbringend bei Tom Nook verscherbeln. Mit den Einnnahmen, die man somit bekommt, zahlt man seinen Kredit bei dem gierigen Waschbär ab, nur damit dieser nach der Abbezahlung die Handwerker ruft, die wiederrum das eigene Haus ausbauen. Natürlich gegen eine gewisse Gebühr – und schon steht man wieder bei dem unverschämten Waldbewohner in der Kreide.Und so geht es in Animal Crossing immer weiter. Durch den Echtzeit-Tag-Nacht-Wechsel und dem Echtzeit-Kalender zieht anfangs noch alle 24 Stunden ein weiterer Bewohner in das Dorf. Die Gemeinde wächst und hin und wieder entschließt sich ein Dorfbewohner, das Dorf zu verlassen und somit einem Neuen Platz zu machen. Animal Crossing ist in Bezug auf seinen Echtzeit-Ablauf ein sehr dynamisches Spiel. Schaltet man abends oder nachts die Wii-Konsole an, so läuft man durch ein nachtschlafendes Dorf. Zu manchen Tageszeiten lassen sich auch Fische fangen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommen würde. Schaltet man das Spiel im Winter an, so ist das Dorf schneebedeckt und kurz vor Weihnachten sind manche Tannen mit bunten Lichtern geschmückt. Sogar einen Jahreswechselcountdown hält das Spiel bereit, wenn man seinen Sylvesterabend mit einer Runde Animal Crossing verbringt.
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