spacer
spacer
Hauptmenü
Home
Rubriken
Newsletter
Über uns
Mitarbeiten
Kontakt
Wer ist online?
106 Gäste online
 
Home arrow Rubriken arrow Nintendo DS arrow Rätselspaß im Kleinformat - Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Rätselspaß im Kleinformat - Professor Layton und die Schatulle der Pandora PDF Drucken
Geschrieben von Benjamin Seym   
06.10.2009

Mit Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf konnte der Spieleentwickler

Level-5 bereits im Jahre 2008 bei den Freunden des Nintendo DS mächtig punkten. Das erste Abenteuer um den Zylinder tragenden Archäologieprofessor und seinen Lehrling Luke ist vollkommen zurecht eines der bestbewerteten Spiele für den NDS. Nun – knapp ein Jahr später – gilt es, ein weiteres Abenteuer und natürlich haufenweise neue Rätsel zu lösen. Wir haben für euch die 153 neuen Rätsel gelöst, einen Fotoapparat zusammengebaut, den Stadtbewohnern Tee gekocht und sogar einen kleinen dicken Hamster trainiert. Wie uns das Rätselknacken gefallen hat und was es mit dem Teekochen, der Kamerareparatur und dem Hamstertraining auf sich hat lest ihr am besten in unserem Test:

Ein Mord?

Der DS ist eingeschaltet und das Professor Layton 2-Modul ist gestartet. Das Hauptmenü präsentiert sich ähnlich dem, welches man bereits aus dem ersten Teil kennt. Sofort wähle ich „Neues Spiel“ und sehe, wie sich der Professor mit seinem Lehrling in einer der wohl liebevollst animierten Zeichentricksequenzen in der Geschichte des NDS an Bord des Molentary-Expresses begibt. Im eigenen Zugabteil angekommen beginnt der Professor, die bisherigen Ereignisse, die zu dieser Zugreise geführt haben zusammenzufassen.

Alles begann mit einem Brief, den der Professor von seinem Mentor Dr. Schrader erhielt und in dem dieser von der Schatulle der Pandora erzählt. Diese Schatulle trägt ihren Namen scheinbar völlig zurecht, denn jeden, der die Schatulle öffnet ereilt der Tod. Als Professor Layton und Luke bei der Wohnung des Dr. Schrader ankommen, liegt dieser bereits regungslos neben seinem Schreibtisch. Die Schatulle ist verschwunden und den einzigen Hinweis, den die beiden vor dem bald darauf anrückenden Scotland Yard-Inspektor Chelmey retten können, ist ein geheimnisvolles Zugticket des Molentary-Expresses auf dem kein Zielort angegeben ist.

Da das Ticket der einzige Hinweis ist, den die beiden haben, um Dr. Schraders Tod aufzuklären, beschließen sie kurzerhand, die Fahrt ins Ungewisse anzutreten.

Auf ihrer Reise werden Luke und Layton eine ganze Menge erleben und es gibt viele Situationen, in denen das eigene Knobelgeschick auf eine harte Probe gestellt wird. Über die Handlung soll an dieser Stelle natürlich nicht allzu viel verraten werden, aber so viel darf wohl gesagt sein: Die Storyline ist sowohl interessant als auch spannend und teilweise sogar sehr skurril und komisch, aber was sie vor allem ist: Sie ist grandios inszeniert! Die Schlüsseldialoge sind mit deutscher Sprachausgabe unterlegt und an vielen Stellen bringen kleine Zeichentricksequenzen die Geschichte voran. In punkto Story und Inszenierung gibt es somit überhaupt nichts zu meckern und daher ein dickes Plus.

Auf der langen Zugreise treffen die beiden Rätselknacker so manchen seltsamen Zeitgenossen und lösen insgesamt über 150 Rätsel. Wer alles erreichen will, was es in Professor Layton und die Schatulle der Pandora zu erreichen gibt, der wird – je nach Knobelbegabung – zwischen 20 und 30 Stunden beschäftigt sein. Wer es tatsächlich schafft, alle Rätsel zu knacken, der wird zusätzlich mit jeder Menge Bonusmaterial überschüttet. Hierzu zählen z.B. Steckbriefe aller NPCs, die irgendwie an der Story beteiligt waren, ein Soundboard, mit dem sämtliche Hintergrundmusikstücke noch einmal abgespielt werden können oder auch eine Galerie mit allen Videosequenzen der Haupthandlung, die hier immer wieder abgespielt werden können.


Ein Gentleman löst jedes Rätsel“

Werfen wir einen Blick auf das Hauptmotiv des Spiels: Die Rätsel. Die Handlung kann mit all ihren hübschen Filmsequenzen noch so schön inszeniert sein, doch wenn das Gameplay nicht stimmig ist,

wird wohl kaum jemand Gefallen an dem Spiel finden. Doch soweit wird es nicht kommen, denn das Rätseldesign ist trotz des 150 Rätsel umfassenden ersten Teils alles andere als einfallslos. Egal ob Logik, Mathematik, räumliches Denken oder einfach nur Knobelei, das Rätselrepertoire bietet für jeden Geschmack etwas. Zudem sind die Rätsel immer abwechslungsreich und mit einem fair ansteigenden Schwierigkeitsgrad versehen. Dabei löst der Spieler sowohl ganz klassische Rätsel, die fast jeder kennt, wie z.B. Solitär, oder aber Scherzrätsel á la „Was ist schwerer? Ein Pfund Federn oder ein Pfund Blei?“. Natürlich bietet das Spiel auch jede Menge echte Kopfnüsse, bei denen die grauen Zellen ganz schön ins Schwitzen geraten dürften.

Die einzige Rätselgattung, die während des Tests leicht negativ auffiel war die der Schieberätsel, bei denen man sperrige Objekte so verschieben muss, dass genug Platz entsteht, um ein bestimmtes Objekt von oben nach unten oder von links nach rechts zu rangieren. Der Grund für die negative Wertung dieser Rätsel ist, dass sie zum Teil enorm schwer sind einen und es schon einer gehörige Menge Durchhaltevermögen bedarf, nicht einfach im Internet ein passendes Walkthrough zu suchen. Diese Rätsel sind mitunter dermaßen schwer, dass man schon beim ersten Anblick des Rätsels denkt „Oh nein! Bitte nicht noch ein Schieberätsel!“


Nee, dit mit dem Bewejen, dit is' nich' meins!“

Wie bereits angekündigt haben wir wesentlich mehr gemacht, als nur Rätsel gelöst und die Haupthandlung verfolgt. So haben wir uns u.a. bereit erklärt, eine alte Kamera zu reparieren. Ähnlich wie bei dem kleinen Robohund aus dem geheimnisvollen Dorf müssen wir für die Reparatur der Kamera diverse Einzelteile zusammensuchen und diese anschließend in das leere Kameragehäuse einsetzen. Die insgesamt 10 Ersatzteile für die Kamera erhält man, nachdem man bei bestimmten Figuren bestimmte Rätsel gelöst hat. Ist die Kamera wieder zusammengesetzt, kann man in bestimmten Teilen der Spielwelt Fotos schießen. Die Fotos unterscheiden sich immer in 3 kleinen – zum Teil kaum sichtbaren – Details von den Originalschauplätzen, so dass man bei jedem Foto ein Finde die 3 Fehler-Rätsel lösen muss, um wiederum ein weiteres verstecktes Rätsel freizuschalten.

Von einer alten Dame erhalten wir außerdem ein Teeservice und drei von insgesamt acht Zutaten, die wir zum Kreieren verschiedener Teekompositionen benötigen. Ähnlich wie die Kameraersatzteile erhalten wir die restlichen Zutaten auch durch das Lösen bestimmter Rätsel. Hat man alle Zutaten beisammen geht das große Ausprobieren los. Eine Tasse nach der anderen versuchen wir, aus den verschiedenen Zutaten genießbare Teekreationen zu zaubern, was jedoch nur sehr leidlich funktioniert. Jeder Tee besteht aus drei Zutaten, so dass sich bei 8 verschiedenen Zutaten sehr viele verschiedene, mögliche Rezepte ergeben. Jedoch sind nur 12 der zahllosen Kombinationsmöglichkeiten gut genug, um sich zu einem schmackhaften Tee zu vereinen. Hat man dann endlich alle 12 Teerezepte erraten, kann man den durstigen NPCs Tee servieren, damit diese wiederum ihre Sorgen vergessen können. Dabei ist zu beachten, dass jeder NPC einen bestimmten Tee haben möchte. Ganz schön kompliziert, aber wenn man schließlich alle 26 NPCs mit Tee versorgt hat, winken drei neue und wirklich knifflige Bonusrätsel als Belohnung.

Zu guter Letzt wollen wir dann noch auflösen, was es mit dem oben erwähnten „Hamstertrainig“ und mit der Überschrift dieses Teils unseres Test auf sich hat: In der Küche des Molentary-Expresses trifft der Professor ziemlich zu Beginn des Spiels auf den Koch des Zugrestaurants. Dieser hat scheinbar einen so einsamen Job, dass er sich einen kleinen Hamster in der Küche hält, welcher sich hier auch sichtlich wohlfühlt. Der Kleine ist so beleibt, dass er sich kaum noch bewegen kann und erregt damit Lukes Mitleid. Nun liegt es an des Professors Lehrling, dem Hamster beim Abspecken zu helfen, indem er einen Parcours aus verschieden Hamsterspielzeugen aufbaut, durch den der Dicke dann laufen muss. Es ist zwar relativ einfach, den Hamster wieder auf Idealgewicht zu bringen, aber es macht auch sehr viel Spaß, die verschiedenen Spielzeuge zu einem möglichst effektiven Parcours zusammenzusetzen. Bei der Bewältigung dieses Parcours gibt der Hamster dann in feinstem Berliner Straßendialekt seine Kommentare ab und beteuert, dass „dit mit dem Bewejen, nich' seins“ ist. Dieses Minispiel macht richtig Laune, was nicht zuletzt auch an der völlig unpassenden Sprache des Hamsters liegt.


Fazit

Professor Layton und die Schatulle der Pandora bietet erstklassige und anspruchsvolle Unterhaltung für die ganze Familie. Sowohl die brillante Präsentation als auch das innovative Rätseldesign wissen zu überzeugen. Eigentlich gibt es kaum etwas, das beim Testen wirklich negativ aufgefallen ist. Lediglich auf die Schieberätsel, die zum Teil schon fast Anfälle von Klaustrophobie auslösen, weil die sperrigen Objekte einfach nicht richtig bewegt werden können, hätte ich persönlich verzichten können.

Man könnte sagen, dass wohl jeder, der an Knobeleien Spaß hat, auch an Professor Layton und die Schatulle der Pandora Gefallen finden wird.


Pro & Contra

+ großartige Inszenierung der Hauptstory

+ innovatives Rätseldesign

+ sehr schöne und stimmige Hintergrundmusik

+ liebevoll animierte Grafik

+ riesiger Spielumfang

+ Minispiel „Hamstertraining“


- zum Teil sehr schwere Rätsel

- lästige Schieberätsel


Prozentwertung

Präsentation 96 %

Story 94 %

Gameplay 92%

Gesamt 94 %

 

Bilder: Professor Layton und die Schatulle der Pandora, Nintendo

Kommentare

Nur registrierte User können Kommentare schreiben.
Bitte einloggen oder registrieren.

Powered by AkoComment 2.0!

Letzte Aktualisierung ( 06.10.2009 )

Weiter >
spacer
Suche
Advertisement
die letzten News
Verwandte News

  Redaktionsstatut | Impressum
Copyright 2001 - 2009 COMPzeit
Alle Rechte vorbehalten.
spacer